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Punktet mit Komfort Kia Ceed GT: Attacke mit Argumenten

Dezenter Dynamiker: Der Kia Ceed verzichtet in der Topversion GT auf allzu offensichtliche Insignien der Sportlichkeit.  Foto: KiaDezenter Dynamiker: Der Kia Ceed verzichtet in der Topversion GT auf allzu offensichtliche Insignien der Sportlichkeit. Foto: Kia

Osnabrück . Die Zahl der PS-potenten Kompaktmodelle hat in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Kia hat mit dem Ceed GT das 204-PS-Topmodell seiner Baureihe am Start, das zwar im Vergleich zu VW Golf GTI (bis zu 290 PS, als Golf R sogar mit 310 PS), Peugeot 308 GTi (263 PS) oder dem engen Verwandten Hyundai i30N (275 PS) leistungsmäßig das Nachsehen hat, aber dennoch ein veritabler Spaßmacher ist.

Rein äußerlich tritt der Ceed GT dezent auf – ausuferndes Bling-Bling und optisches Imponiergehabe hat er gar nicht nötig, da er schon in der Standardversion genug Dynamik und Sportlichkeit verströmt. Genau diese Dynamik und Sportlichkeit besitzt der Innenraum im Normalfall eher nicht, und so sorgen Eingriffe im Detail auch dafür, dass diese deutlich mehr zur Geltung kommen: Sportsitze mit „GT“-Emblem, gelochte Pedale, ein unten abgeflachtes Lenkrad, rote Nähte oder ein tiefschwarzer Dachhimmel sorgen dafür, dass im Ceed GT sportliche Stimmung aufkommt. 

204 PS starker Vierzylinder

Der 204 PS starke Vierzylinder vermittelt diese im Normalmodus sehr dezent. 265 Newtonmeter Drehmoment sind für ein sportliches Modell relativ bescheiden, immerhin steht die Maximalkraft schon bei 1500 Umdrehungen zur Verfügung. Ist die Sieben-Gang-Doppelkupplung an Bord (2000 Euro Extra), werden die Gänge ausgesprochen sanft gewechselt; das Gimmick, per Schaltwippen am Lenkrad durch die Gänge zu wuseln, braucht man im Alltag eher nicht.

Wird allerdings der Sportmodus aktiviert, geht ein Ruck durch den Ceed; die Gasannahme ist deutlich direkter, die Lenkung frei von jeglichem Spiel, der Soundgenerator fabriziert einen heiseren Grummelton, das Fahrzeug wirkt wie zum Sprung bereit. Derart gestrafft wäre der Ceed GT sogar einer für die Rennstrecke – was aber in der Realität kaum passieren dürfte.

Viel Komfort

Gegen all die PS-Monster hätte der Ceed trotz bester Kurvenlage spätestens auf der Vollgas-Geraden wohl keine Chance. Dafür punktet der Koreaner aus slowakischer Produktion mit Komfort – und damit kann man im Alltag viel mehr anfangen als mit Linke-Spur-Attitüde. Bis auf Glasdach (990 Euro), Navi/Premium-Soundsystem (890 Euro) sowie elektrischer Sitze und Sitzheizung hinten (690 Euro) ist in der GT-Version alles an Bord, was Kia im Ceed-Regal liegen hat. Und sieben Jahre Garantie kommen ja auch noch hinzu – spätestens in der Kombination mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis liegen dann nahezu alle Argumente auf Kia-Seite.


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