Großes Platzangebot Peugeot Rifter: Rustikal und sensibel


Osnabrück. Der Abgesang auf die familientauglichen Mini-Vans ist offensichtlich zu früh erfolgt. Insbesondere dort, wo eine gewisse Preissensibilität vorhanden ist – und das dürfte bei Familien mit Kindern eher die Regel denn die Ausnahme sein –, spielen die geräumigen Allzweckautos eine große Rolle. Kein Wunder, dass der PSA-Konzern mit Citroën Berlingo, Opel Combo und Peugeot Rifter gleich drei weitgehend baugleiche Modelle am Start hat. Im Test: der Peugeot Rifter mit 110-PS-Benziner.

Ein wichtiges Merkmal bei Vans: die seitlichen Schiebetüren. Derer zwei gibt es im Rifter ab der Ausstattungslinie „Active“, allerdings sind diese für Kinderhände ein wenig schwer zu öffnen und bedienen.

Noch wichtiger für Van-Fans: das Platzangebot. Hier punktet Peugeot mit üppiger Bein- und Kopffreiheit auf allen fünf (!) Plätzen, zahllosen Ablagen in den Türen, zwischen den Sitzen, über den Köpfen, im Boden – und natürlich im Kofferraum, der im Normalfall 571 Liter schluckt. Wenn die drei Einzelsitze in der zweiten Reihe umgeklappt sind, steigt dieser Wert auf beeindruckende 2693 Liter an. Zahlen, die kein noch so teures SUV dieser Welt liefern kann.

Rustikaler Eindruck

Damit dem Van-Fahrer dennoch ein bisschen SUV-Wind um die Nase weht, hat Peugeot den Rifter von außen mit allerlei Kunststoffteilen beplankt, so dass der äußere Eindruck ein rustikaler ist. Und auch wenn der Fronttriebler per Drehschalter auf verschiedene Untergrundsituationen eingestellt werden kann: Fürs Gelände ist der Rifter natürlich nichts.

Leichtgängige Lenkung

Sondern für die Straße. Dort zeigt sich der Franzose als nicht besonders spurtstark, er braucht Anlauf, um in Schwung zu kommen, was nicht ungewöhnlich in dieser Fahrzeugklasse ist. Perfekt: Das kleine Lenkrad, das hervorragend in der Hand liegt. In der Stadt sorgt die leichtgängige Lenkung für ein entspannteres Handling, bei höherem Tempo würde man sich etwas mehr Rückmeldung wünschen. Überraschend stabil ist dagegen das Kurvenverhalten; trotz des hohen Aufbaus wankt der Rifter kaum, typisch französisch rollt er komfortabel ab. Auf der Autobahn wirkt der Van dagegen bei hohem Seitenwind und dem sensibel agierenden und schnell eingreifenden Spurverlassenswarner hin und weder etwas unruhig.

Der günstigste Rifter startet bei 20 740 Euro; als bereits gut ausgestatteter „Allure“ sind mindestens 23 990 Euro fällig – mit allerlei Extras lag der Test-Rifter bei 27 160 Euro. Und fällt so dank üppiger Ausstattung immer noch in die Rubrik „preissensibel“.


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