Soul und e-Niro Kias e-Autos: Erste Geige mit Elektropop

Von Thomas Flehmer

Kasten mit Zukunft: Die dritte Generation des Kia Soul wird in Deutschland nur noch mit E-Antrieb angeboten. Foto: KiaKasten mit Zukunft: Die dritte Generation des Kia Soul wird in Deutschland nur noch mit E-Antrieb angeboten. Foto: Kia

Frankfurt am Main. Koreanische Bands wie BTS tragen seit Jahren den so genannten K-Pop aus Südkorea in die ganze Welt. Kia macht sich jetzt abseits der eher lauten Klänge ganz leise daran, die Welt zu erobern. Mit dem e-Niro sowie dem e-Soul, der den Soul EV ablöst, spielt der koreanische Autohersteller beim Thema Elektromobilität mit die erste Geige.

Passend zum glamourösen K-Pop mischt der 4,20 Meter lange Soul auch als Elektroauto die Lifestyle-Welt auf. Das kastenförmige Gefährt hat für seine dritte Generation zwar ein neues Gesicht mit Voll-LED-Leuchten erhalten, doch Ambiente-Light und eine knallige Harman-Kardon-Anlage, die sonst im Stinger den Ton angibt, verstärken den polarisierenden Charakter des nur noch als Elektrofahrzeug erhältlichen Soul. Ganz klar, dass das neue UVO-Connect-System in dem poppenden Soul seine Premiere feiert und mit Sim-Karten-Funktion also auch ohne Handy-Anschluss Echtzeitinformationen über Wetter, Verkehr oder Ladesäulenverfügbarkeit über den 10‘‘ Zoll großen Monitor an die Insassen sendet.

Leise Fahrt genießen

Diese sitzen sowohl in der ersten als auch zweiten Reihe bei einem Radstand von 2,60 Metern sehr kommod und können die elektrisch leise Fahrt genießen – vor allem in der stärkeren Variante mit 204 PS. Dann erreicht der e-Soul 204 in 7,9 Sekunden gleich zwei Sekunden schneller Tempo 100 als die Version mit 136 PS. Vor allem im Sportmodus präsentieren die 395 Newtonmeter deutlich ihre Kräfte und messen sich beim Sprint mit den Öl verbrennenden Kompaktsportlern.

Mit den Paddeln am Lenkrad kann die Rekuperation gesteuert werden, sodass das Bremspedal seltener zum Einsatz kommt und somit auch die Bremsbeläge mehr geschont werden. Die 64 kW starke Batterie puscht den Elektrokasten auf bis zu 167 km/h. Dann sind natürlich die bis zu 452 Kilometer Reichweite nicht mehr drin, ehe es wieder an Wallbox geht, die bei 7,2 kW Energie den Soul innerhalb von sechs Stunden und zehn Minuten wieder aufladen würde. Im Eco-Modus verbraucht der Soul 15,7 kWh auf 100 Kilometern; in höheren Geschwindigkeitsbereichen, in die der Soul immer wieder lockt, steigt natürlich auch dort die Zahl der Kilowattstunden.

Elektrischer Lifestyler

Kia setzt sein jahreslanges Know-How in der Elektromobilität optimal um und hat den e-Soul auch schon mit einem Staupiloten ausgestattet, sodass der elektrische Lifestyler auf Level 2 selbstständig und sparsamer als der Fahrer unterwegs ist. Der e-Niro ist ebenso sportlich wie sparsam dabei, denn beide gleichen sich technisch bis auf den Batterie-Lieferanten, den koreanischen Experten von LG und SK. Und auch preislich unterscheiden sich bei kaum.

Den e-Soul gibt es ab 33 990 Euro für die Version mit 136 PS, 3800 Euro mehr müssen für die stärkere Variante investiert werden. Der alltagstauglichere e-Niro kostet jeweils einen Tausender mehr. Jeweils 4000 Euro übernimmt davon der Staat. Doch während die koreanischen Popbands auf ihren Welttourneen den speziellen K-Pop globalisieren, müssen die potenziellen Kunden in Deutschland rund ein Jahr auf einen e-Niro warten. Und auch der Soul bläst für rund neun Monate den Blues.


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