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Pick-up im Fahrbericht Renault Alaskan: Komfortabel für harte Arbeit

Osnabrück. Die Ausmaße der Pick-up-Beliebtheit hat in Deutschland natürlich noch bei weitem nicht amerikanische Ausmaße erreicht, wo in manchen Regionen gefühlt jedes zweite Fahrzeug mit Ladefläche ausgestattet ist. Aber die Anzahl der angebotenen Modelle ist in den vergangenen Jahren deutlich nach oben gegangen.

Auch bei Renault haben sie neuerdings einen Pick-up im Angebot. Der Alaskan ist eng verwandt mit dem Navara von Kooperationspartner Nissan, und auch die X-Klasse von Mercedes teilt sich so manches Bauteil mit den französisch-japanischen Brüdern.

5,40 Meter lang: Der Renault Alaskan braucht eher Auslauf als die Enge der Stadt. Fotos: Renault


Während der Navara in zahlreichen verschiedenen Versionen vor allem als Arbeitstier angeboten wird und die X-Klasse eher Lifestyler mit üppig bestückter Brieftasche anspricht, ist der Renault-Pick-up irgendwo dazwischen angesiedelt. Bedeutet: Es gibt ihn ausschließlich als Fünfsitzer („Double Cab“) mit 1,58 Meter langer Ladefläche. Eine knappe Tonne nimmt der Alaskan huckepack; dafür, dass man auch unwegsames Gelände befahren kann, sorgt der zuschaltbare Allradantrieb.

Der 190 PS starke Vierzylinderdiesel verbirgt seine Herkunft in akustischer Hinsicht nicht, gibt sich durchaus kernig, schreitet dafür aber auch kraftvoll aus. Dabei ist der Alaskan keinesfalls einer, der nur grobes Gelände beackert: Auf der Straße gibt sich der 5,40 Meter lange Franzose erstaunlich komfortabel, die Schraubenfedern an der hinteren Achse sind der entscheidende Unterschied zu sonst üblicherweise eingesetzten Blattfedern. 

Der Alaskan beherrscht dank Allradantrieb natürlich auch Arbeit in härterem Gelände.

Die Ausstattung ist, die nächste Überraschung, üppig zu nennen. Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Navigation oder Rückfahrkamera sind beim 190-PS-Diesel stets an Bord. Da kann man es durchaus verschmerzen, dass im Innenraum vorrangig schmuckloses Hartplastik mit wenig Flair verlegt wurde. Nahezu die gesamte Inneneinrichtung stammt im Übrigen von Nissan – beim Außendesign durften die Franzosen deutlich mehr Initiative zeigen, das macht sich beim bulligen Auftritt und den kernigen Trittbrettern absolut bezahlt. 

Das Cockpit ist nahezu komplett vom Nissan Navara übernommen und bietet jede Menge Komfort.

Zwischen dem Arbeitstier Navara und dem Lifestyler X-Klasse macht der Renault Alaskan als „sowohl-als-auch-Lösung“ seine Sache ausgesprochen ordentlich: Komfortabel auf der Straße, robust im Gelände, eine mehr als ordentliche Ausstattung und ebenso ordentliche Nutzlastwerte machen den Franzosen für viele Ansprüche überlegenswert. Los geht's mit 190 PS bei 42 340,20 Euro, mit Extras wie einer Ladeflächenabdeckung oder Anhängerkupplung kam der Testwagen auf 48 942,80 Euro.


Daten & Preise

Renault Alaskan 4x4 dCi 190lt Alaskan 4x4 dCi 190
Motor: 2.3-l-Diesel (140 kW/190 PS), max. Drehmoment: 450 Nm, Effizienzklasse: B, Verbrauch: 6,3 l, CO2: 167 g/km (Werk), 0-100 km/h: 10,8 Sek., Vmax: 184 km/h, 6-Gang-Handschaltung, Allradantrieb.
Maße: Länge: 5,40 m, Leergewicht: 2.103 kg, zul. Gesamtgewicht: 3.035 kg, Ladefläche: 1,58x1,56 Meter, Testverbrauch: 7,6 l.
Grundpreis: 42 340 Euro, gefahrene Version: 48 942 Euro. Versicherungstyp-kl. (KH/VK/TK): k.A..



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