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Hohe Reichweite und großer Fahrspaß Audis e-tron: Jetzt geht’s e-ndlich los

Von Wolfgang Wieland

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Neue Maßstäbe mit dem e-tron: Der Strom-SUV von Audi steht ab Anfang 2019 in den Autohäusern. Foto: AudiNeue Maßstäbe mit dem e-tron: Der Strom-SUV von Audi steht ab Anfang 2019 in den Autohäusern. Foto: Audi

Abu Dhabi. Als erster deutscher Premiumhersteller startet Audi seine Elektro-Offensive: Der e-tron geht Anfang 2019 an den Start – und kommt damit trotz Verzug noch vor dem Mercedes EQC.

Er war schon lange angekündigt, jetzt ist er endlich da. Der Audi e-tron, der Luxus-SUV der Ingolstädter. Trotz der Wartezeit ist der Elektro-Audi schon jetzt ein Gewinner, denn die anderen deutschen Premiumhersteller hängen noch weiter hinterher und können nur neidisch auf Tesla, Jaguar i-Pace und nun auch auf den e-tron schauen.

Wir sind natürlich sehr neugierig und schnappen uns ausnahmsweise vor dem Autoschlüssel die technischen Daten, denn wie gut, wie souverän, wie sprintstark und wie leise Elektroautos sind, haben wir in den letzten Jahren ja schon dutzendfach erfahren. Vier Türen und fünf Sitze hat der e-tron: klar. Länge 4,90 Meter, Breite 1,94 Meter, Höhe 1,62 Meter, Radstand 2,93 Meter: beeindruckend. Kofferraumvolumen 660-1725 Liter: schön groß und variabel. Leistung 409 PS, 0-100 km/h in 5,7 Sekunden, Spitze 200 km/h: Wo ist der Autoschlüssel? Preis ab 79900 Euro: Schluck!

Äußerlich typisch Audi

Oh ja, die Lust auf mehr ist nun in der Tat geweckt und wir schleichen um den reinelektrischen Leisetreter herum. Überraschung: Die Außenspiegel fehlen, stattdessen wurde rechts und links an den vorderen Türen jeweils eine futurisch gestaltete Kamera montiert. Die Gewöhnungsbedürftigkeit ist hier im Alltag allerdings höher als erwartet, denn die beiden OLED-Monitore sind gefühlt eine Handbreit zu tief in der Türverkleidung verbaut. Man sollte sich das extravagante Extra für rund 1500 Euro gründlich überlegen. Äußerlich ist sonst alles typisch Audi, die Silhouette, der Kühlergrill, die Scheinwerfer, die Rückleuchten – auch aus der Ferne erkennt man den SUV als Audi.

Wichtig zu wissen wäre ja noch die Reichweite, die viele Kunden ja noch davon abhält auf Elektro umzusteigen. 417 Kilometer sollen es sein, nach dem neuen WLTP-Fahrzyklus gemessen. Je nach Außentemperatur, Rekuperationsfähigkeit und dem Streckenprofil sollten also wenigstens 300-350 Kilometer drin sein. Das ist schon mal vertrauenserweckend. Fährt man mit dem e-tron in bergigen Gegenden, kommt das innovative Rekuperationssystem besonders merklich zum Einsatz. Bei mehr als 90 Prozent aller Verzögerungen arbeiten die beiden E-Maschinen als Generator und wandeln die Bewegungsenergie in elektrische Energie um. 30 Prozent der Reichweite können so erreicht werden. Audi hat hier als Erster in einem E-Auto ein elektrohydraulisches Bremsregelsystem eingebaut, dass je nach Fahrsituation entscheidet, ob der e-tron mit E-Maschine, Radbremse oder einer Kombination aus beidem das Auto abbremst.

Allradantrieb macht sich bemerkbar

Wir fahren nun surrend durch die Stadt, über Landstraßen und Autobahnen. Dann auch mal Abseits vom Asphalt, schließlich hat auch der e-tron Quattro im Namen, also Allradantrieb. Jede Achse hat einen eigenen Asynchron-Elektromotor, die untereinander in Millisekunden kommunizieren und so stets die optimale Traktion auf dem entsprechenden Untergrund ankommt. Auch auf sandigen Schotterpisten klappt dies, zügig gefahren, ohne, dass der Fahrer oder die Insassen davon etwas merken würden.

Ebenfalls für erhöhten Fahrspaß sorgt die Boost-Funktion im Sport-Modus. Tritt man das Gas-, ähhh, Entschuldigung, das Strompedal durch, hat man für acht Sekunden zusätzliche 100 Newtonmeter mehr zur Verfügung. Da wird auch der mächtige 2,5-Tonner gefühlt zum leichtgewichtigen Sport-SUV.


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