Eigentständige Marke Spanische Sportlichkeit – erstes Modell von Cupra

Von Wolfgang Wieland


Barcelona Bis vor kurzem noch hätte das Performance-SUV Seat Ateca Cupra geheißen, jetzt aber hört es auf den Namen Cupra Ateca. Denn aus dem Seat-Ableger ist eine eigenständige Marke geworden, die nun ihr erstes Modell vorstellt.

Wo Cupra draufsteht, ist Seat drin. Nur sportlicher, leidenschaftlicher – kurzum mit mehr Caramba. Aber was heißt Cupra überhaupt? Es ist diesmal keine bedeutende spanische Stadt, keine Balearen-Insel, auch kein Kunstbegriff. Cupra steht für Cup Racing und soll die direkte Verbindung zum Seat-Motorsport unmissverständlich klarmachen. Mittlerweile ist Cupra auch nicht mehr nur die sportlichste Variante von Leon, Ibiza und Co., sondern eine eigene Marke. Anfang Dezember kommt der erste reinrassige Cupra, der Cupra Ateca, hinter die Schaufensterscheiben der Seat-, ähhh, Cupra-Händler, zum Preis ab 42850 Euro. Bestellt werden kann der sportliche Kompakt-SUV aber bereits ab sofort.

Immer mit Allradantrieb

„Von Autoliebhabern für Autoliebhaber entwickelt“ lautet die Devise der Spanier und damit der knackige Compañero aus dem Seat-Werk Martorell, 25 Kilometer nordwestlich vor Barcelona gelegen, auch bei jedem Ampelstart die Nase vorn hat, wurden satte 300 PS unter die Motorhaube gepflanzt. Allradantrieb serienmäßig, damit das Kunststück auch bei nassem Asphalt funktioniert. Die technischen Daten der 18-seitigen Preisliste versprechen den Standard-Sprint von null auf 100 km/h in 5,2 Sekunden. Bei unseren ausführlichen Testfahrten mit dem 4,38 Meter langen 1,6-Tonner fühlte sich das aber noch etwas schneller an, wahrscheinlich wegen des äußerst sportlichen Sounds der Auspuffanlage mit seinen vier liegend-ovalen Endrohren. Die Höchstgeschwindigkeit mit dem ebenfalls serienmäßig verbauten Siebengang-DSG-Doppelkupplungsgetriebe liegt knapp unter 250 Sachen, bei 247 km/h.

Bei so viel Sportlichkeit verlangt der Zweiliter-Turbo-Benziner natürlich auch Premium-Brause von der Tankstelle. Im Schnitt sind es nach NEFZ 7,4 Liter vom guten Super plus. Das entspricht einer CO2-Emission von 168 Gramm für jeden gefahrenen Kilometer. Mit Fahrspaß im Sport-Modus, auf kurvenreichen Landstraßen, immer wieder mal Vollgas auf der Autobahn und im stockenden Stadtverkehr kann der Verbrauch aber auch etwas ansteigen und bei knapp unter zehn Litern liegen.

Die Optik des ersten Cupras ist nicht nur sportlich, sondern auch edel. Kupfer ist hier der Clou der hochwertigen Anmutung. Das geheimnisvolle Logo schimmert so vorn im Wabengrill, hinten an der Kofferraumklappe, seitlich an allen vier Felgen und auch innen am Lederlenkrad. Auch die kupferfarbenen Nähte an den Sportsitzen, dem Lenkrad und auf dem Schalthebel betonen die Sonderstellung von Cupra. Alcantara, der Stoff der Sportlichkeit, ist jetzt auch hier zu finden. An den Türverkleidungen und auf den Sitzen kann man das handschmeichelnde Material erfühlen. Und: Wer den Sport-SUV mal als Lastesel verwenden möchte, kann das Kofferraumvolumen von 485 Liter durch Umklappen der Rücksitze auf 1579 Liter erweitern.

Fazit: Bei so einer gelungenen Premiere kann man sich schon auf die nächsten Cupra-Modelle in den kommenden Jahren freuen.


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