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Gran-Turismo-Sport-Modelle Sportlich und schwarz: der Porsche Panamera GTS

Von Wolfgang Wieland

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Bahrain Porsche erweitert seine Panamera-Familie um den GTS. Und erstmals kommt nun auch der Sport Turismo in der betont sportlichen Auslegung.

Unten am Bug finden wir die Farbe schwarz. Auch das Heckunterteil ist schwarz. Und die Felgen? Schwarz! Porsche-Kenner ahnen nun, dass es sich hier um die besonders sportlichen GTS-Modelle handelt. Beim Panamera gibt es ab Anfang Dezember 2018 diese beliebte Variante, erstmals auch als Sport Turismo.

Die 5,05-Meter-GTS-Limousine kostet ab 138493 Euro, wer sich für das kombiähnliche Raumwunder GTS-Sport-Turismo entscheidet, zahlt mindestens 141349 Euro an der Kasse des nächstgelegen Porsche-Zentrums. Auch im Innenraum unterscheiden sich die beiden GTS von herkömmlichen Panameras, wie auch die Fingerspitzen beim Abtasten des Dachhimmels zu berichten wissen. Samtweiches Alcantara, wohin das Auge reicht. Auch das beheizbare Lenkrad und Teile der Sitze sind mit dem Handschmeichler bezogen. Praktisch: Erstmals finden wir im Panamera ein Head-up-Display. Es ist vielfältig konfigurierbar und sorgt für den steten Blick nach vorn. Sicher ist sicher.

Überdurchschnittlich

Das ist alles sehr schön, wer sich aber in einen Gran Turismo Sport, so heißt GTS ausgeschrieben, setzt, erwartet zu Recht überdurchschnittliche Performance. Das wird hier auch zweifelsohne geboten, mit einem zehn Millimeter tiefergelegten Sportfahrwerk, Sportabgasanlage mit vier runden Endrohren, knackiger V8-Technik und 460 PS, die alle vier Räder antreiben. Mit dem serienmäßigen Sport-Chrono-Paket sprinten beide GTS aus dem Stand in 4,1 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 292 km/h, beziehungsweise bei 289 km/h beim Sport Turismo. Die Kraftübertragung erfolgt stets ohne Zugkraftunterbrechung über das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe namens PDK. Das Vier-Liter-Biturbo-Triebwerk des Zweitonners süffelt durchschnittlich 10,3 Liter Super plus auf 100 Kilometer, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 235 Gramm für jeden gefahrenen Kilometer – sagen zumindest die technischen Daten des Herstellers. Bei unseren ausführlichen Testfahrten wurden allerdings mindestens zwölf Liter benötigt. Na klar war da viel Fahrspaß im Spiel, so einen Leckerbissen bekommt man schließlich nicht jeden Tag zum Testen.

Was die GTS-Modelle aber wirklich können, erfahren wir auf einer abgesperrten Rennstrecke. Ja wirklich, die viertürigen Zuffenhausener trauen sich auch zwischen Kiesbett und Auslaufzone auf den Asphalt. Geschaltet wird hier vorzugsweise mit den Paddeln am Lenkrad, aber auch schaltfaule Piloten haben im Sport-plus-Modus atemberaubende Rundenzeiten. Bös‘, böser, Panamera GTS ist hier das Fazit, auch wenn es bauartbedingt für echtes Sportwagen-Feeling à la 911 natürlich nicht ganz reicht.


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