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Das erfolgreichste E-Auto Der Nissan Leaf läuft auch ohne Bremse

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Osnabrück Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf den deutschen Straßen unterwegs sein, so hat es mal ein Plan der Bundesregierung vorgesehen. Das wird knapp verpasst: Am 1. Januar 2018 gab es keine 55000 Elektroautos in Deutschland. An Nissan und dem Leaf liegt’s nicht: Den gibt es schon in der zweiten Generation.

Grauer Alltag: Die erste Auflage haben sich über 300000 Kunden zugelegt – damit ist der Leaf das weltweit erfolgreichste Elektroauto. Im Innenraum gibt sich der Japaner ziemlich konservativ: Nissan will den Leaf nicht als Freakauto verstanden wissen, sondern als ein ganz normales Fahrzeug. Alles ganz bodenständig und normal. Das Auffälligste im Innenraum ist der Wählhebel für das Einstufen-Getriebe, der sieht ein wenig futuristisch aus, wird wie ein Joystick bewegt – funktioniert aber so simpel, dass man das nach einer Minute draufhat.

Ins Blaue fahren: Beim Fahren ist der Leaf ebenfalls ausgesprochen unkompliziert. Das maximale Drehmoment liegt schon direkt beim Anfahren an. Damit hält man in der Stadt beim Sprinten mit den tiefergelegten Golf GTI und Co. mit. Der 150 PS starke Leaf kommt auch auf der Autobahn klar, rennt laut Tacho bis rund 150 km/h schnell. Dann aber schmilzt die Restreichweite wie ein Eiswürfel in der Sahara.

Grüne Welle: Realistisch sind 260 Kilometer mit einer Ladung – wer vorsichtig in der Stadt unterwegs ist, schafft 350 Kilometer. Wer meint, die Autobahn auf der linken Spur zu erobern, dürfte nach 100 Kilometern schweißnasse Hände haben, weil er sich eine Ladesäule suchen muss. Geladen werden kann entweder an einer Schnellladesäule (halbe bis Dreiviertelstunde) oder der Haushaltssteckdose. Dort braucht man von leer auf randvoll 17 Stunden.

Rosa Brille: Wer die Taste „e-Pedal“ drückt, kann quasi mit einem Pedal fahren, nämlich dem Gaspedal. Das Beschleunigen funktioniert ganz normal. Dafür bremst der Leaf stärker ab, wenn man den Fuß vom Gas nimmt. Es braucht etwas Übung, doch wer verinnerlicht hat, wann man vor der Kurve oder der roten Ampel den rechten Fuß lupfen muss, um abzubremsen, der ist geschmeidig unterwegs.

Rotes Tuch: Bei aller Sympathie für den bodenständigen Innenraum: Die Grafik des Navigationssystems ist doch schon sehr veraltet.

Schwarz auf weiß: Los geht’s bei knapp 32000 Euro – der Testwagen in Vollausstattung mit Navi, Bose-Sound und vielem mehr kommt auf gut 40000 Euro. Wer nicht permanent Langstrecke fährt, der hat mit dem Leaf ein alltagstaugliches Fahrzeug.


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