Pimp my Polo! Der T-Cross ist das kleinste VW-SUV


Amsterdam Mit welchem Fahrzeug assoziieren Sie eigentlich die Marke Volkswagen? Jede Wette – es ist der Golf, das zigmillionenfach verkaufte Kompaktmodell. Könnte gut sein, dass sich das in absehbarer Zeit ändert.

Nein, es soll nicht allein in der Hand des neuen T-Cross liegen, den Volkswagen vor wenigen Tagen an drei Orten – Amsterdam, Schanghai und Sao Paulo – präsentierte, dass sich die Gewichtung beim größten Automobilhersteller der Welt ändert. Es handelt sich vielmehr um eine Familienangelegenheit: Derzeit ist weltweit jeder fünfte Volkswagen ein SUV-Modell. 2025, so die Prognose, wird jedes zweite Modell zur SUV-Familie zählen.

Auf dem Weg dorthin ist der T-Cross, der im Frühjahr an den Start rollt, der kleinste Vertreter der VW-SUV-Familie. Er ist eng verwandt mit dem Polo, allerdings etwas länger, misst 4,11 Meter, ein Plus von fünf Zentimetern. Rein optisch macht der T-Cross deutlich mehr her, wirkt kräftiger und wuchtiger, erinnert von vorne sogar ein wenig an den ungleich größeren Touareg.

Die Schokoladenseite des Bestsellers in spe ist indes das Heck. Hier läuft ein Reflektorband quer über die Heckklappe. Hinter diese Klappe passen zwischen 385 und 1281 Liter Ladegut; die Rücksitzbank lässt sich um 14 Zentimeter verschieben.

Überhaupt, der Innenraum: Modern eingerichtet, farbenfroh, mit viel Technik wie dem digitalen Active Info Display ausgestattet – teilweise natürlich gegen Zuzahlung –, zeitgemäßer Smartphone-Einbindung, zahlreichen Sicherheitsassistenten und überraschend viel Platz. Hier macht sich der lange Radstand von 2,56 Metern bemerkbar.

Wenn im Frühjahr der T-Cross zu Preisen ab 17975 Euro startet, sind zunächst zwei Dreizylinder-Benziner mit 95 und 115 PS sowie ein Vierzylinder-Diesel mit 95 PS zu haben. Kurze Zeit später rückt mit dem 1.5 TSI der Top-Benziner mit 150 PS an – den man dann sicherlich problemlos auf Preise jenseits der 30000-Euro-Grenze konfigurieren kann.

Keine Frage, Volkswagen ist mal wieder – fast schon wie gewohnt – spät dran mit einem Kleinwagen-SUV, selbst im eigenen Konzern gibt es mit dem Seat Arona bereits einen Konkurrenten. Doch die Prognose ist nicht allzu kühn: Der Polo für alle Menschen, die deutlich mehr als einen Polo wollen, wird schon bald in Europa die Hitlisten der Mini-SUVs anführen.


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