Kleines SUV mit Allradantrieb Ehrliche Haut – der Suzuki SX4 S-Cross im Test


Suzuki hatte mit dem SX4 schon 2006 ein kleines SUV im Programm – lange bevor ein Trend in Sicht war. Die zweite Generation, seit 2014 am Start, fällt etwas größer aus, ist in Sachen Größe mit 4,30 Metern Länge aber immer noch vergleichsweise bescheiden. Im Test: die 140 PS starke Benziner-Version mit Allradantrieb.

Grauer Alltag: Die höhere Sitzposition, der Klassiker, wenn es darum geht, die Vorzüge eines SUV zu beschreiben, führt auch der Japaner ins Feld. Darüber hinaus gibt es, zumindest in der höchsten Ausstattungsstufe „Comfort+“, in der das Testmodell zur Verfügung stand, eine üppige Serienausstattung, die zumindest in der Liga der kleinen bis kompakten SUV kaum Wünsche offenlässt. Die Materialien sind von eher schlichter Natur, die großen Hartplastikflächen wirken schon ein wenig aus der Zeit gefallen. Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend, beim zentralen Touchscreen, der über Navigation, Musik, Telefon und mehr informiert, vermisst man ein paar Schnellwahltasten und einen klassischen Lautstärkeregler.

Ins Blaue fahren: Der 140 PS starke Vierzylinderbenziner ist ein quirliger, aber laufruhiger Vertreter, der trotz eines eher kleinen Hubraums von knapp 1,4 Litern wenig Mühe mit dem Allrader hat. Rund zehn Sekunden dauert der Standardsprint, 5,6 Sekunden der Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h – das ist aller Ehren wert, mehr braucht man im Alltag nicht. Das Fahrwerk kommt eher entschleunigten Fahrern entgegen; gröberen Unebenheiten auf der Straße kann er allerdings nur wenig entgegensetzen.

Grüne Welle: Im Schnitt 6,6 Liter auf 100 Kilometer – nicht katastrophal, aber auch nicht herausragend.

Rosa Brille: In Zeiten von immer größer und unübersichtlicher werdenden Fahrzeugen ist der 4,30 Meter lange SX4 S-Cross ein wunderbar „altmodischer“ Vertreter, den man mühelos in Innenstädten und Tiefgaragen fährt.

Rotes Tuch: Wie bei vielen anderen Herstellern arbeitet das Notbremssystem im Suzuki zu sensibel. Zahlreiche Fehlalarme sorgen dafür, dass man das System lieber deaktiviert anstatt permanent hektisches Piepen zu hören und ebenso hektisches Blinken zu sehen.

Schwarz auf weiß: Der SX4 S-Cross ist ein ehrlicher Vertreter, der zwischen all denen rundgelutschten, überdimensionierten und -motorisierten Modellen positiv auffällt. Dass die Verkaufszahlen dennoch zurückgehen, dürfte neben der etwas altbackenen Optik und schlichten Materialanmutung auch am Preis liegen: Als Allrader kostet er mindestens 25390 Euro.


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