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Sportlicher Kleinwagen Starker Expresso – der Suzuki Swift Sport im Test

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Osnabrück Jaja, einen Expresso gibt es gar nicht, das sagen manche Leute nur fälschlicherweise. Schon klar: Korrekt heißt der kleine, starke Kaffee Espresso. Aber der kleine Suzuki Swift Sport mit seinen quirligen 140 PS ist halt stark wie Espresso und schnell wie ein Express – da kann man schon mal einen kleinen Schlenker bei der Wortfindung machen.

Grauer Alltag: Der sportliche japanische Kleinwagen zeigt schon in der auffälligen Gelb-Lackierung, dass er kein gewöhnlicher Kleiner ist. Auch innen weisen straffe Recaro-Sportsitze (leider nicht stufenlos in der Rücken-Neigung verstellbar), rote Farbakzente an Nähten und dem Armaturenbrett oder Klavierlack-Tupfer die sportliche Richtung. Die hinteren Türgriffe sind zwar pfiffig „versteckt“, im Alltag aber eher unpraktisch. Am Deckel des kleinwagentypisch kleinen Kofferraums macht man sich schnell die Finger schmutzig.

Ins Blaue fahren: Der 140 PS starke Benziner ist ganz schön lebendig, lässt sich auch beim Zwischenspurt nicht lange bitten, ehe er zur Sache kommt. Das geringe Leergewicht – gerade mal 1045 Kilo wiegt der Swift Sport – kommt dem leichtfüßigen Beschleunigen oder dem Wedeln durch die Kurven natürlich entgegen, die direkte Lenkung mit viel Rückmeldung unterstützt den dynamischen Charakter. Das Sechs-Gang-Getriebe ist sauber abgestimmt, einzig das Spiel von Kupplung und Gaspedal braucht ein wenig Eingewöhnung. Wer es richtig sportlich angehen will, kann sich diverse Informationen zu Fliehkräften oder Beschleunigung anzeigen lassen. Der Kollisionswarner agiert gerade vor dem sportlichen Hintergrund des Fahrtzeugs schon übertrieben vorsichtig, sieht selbst beim langsamen Heranrollen an eine geöffnete Schranke eine Gefahr, vor der hektisch piepend gewarnt werden muss.

Grüne Welle: Zu den gemessenen 5,6 Litern auf 100 Kilometer kommen, je nach Stärke des Expresso, noch 0,8 bis 1,5 Liter hinzu.

Rosa Brille: Kann man heutzutage selbst einen Espresso mit diversen Dingen wie Milch oder fruchtigen Sirup-Geschmäcken verschlimmbessern, geht das bei diesem Expresso nicht: In der Preisliste steht neben dem Basispreis nur eine Position: 500 Euro für Metalliclack.

Rotes Tuch: Der Tank fasst gerade mal 37 Liter – da ist regelmäßiges Besuchen der Tankstelle vorprogrammiert.

Schwarz auf weiß: Für 21400 Euro ist beim Swift Sport ziemlich viel drin – und mit den bereits erwähnten 500 Euro für Metalliclack standen am Ende 21900 Euro. In Sachen Preis-Leistung ein sehr fairer Kurs.


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