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SUV-Rundling zeigt Kante Der Audi Q3 ist deutlich gewachsen

Von Frank Wald

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Ingolstadt Im November startet der neue Audi Q3 – schärfer gestaltet, ordentlich gewachsen und mit dem elektronischen Bauchladen der Oberklasse-Modelle

Mit weltweit über 1,1 Millionen Verkäufen seit 2011 ist der Audi Q3 zwar der Bestseller unter den Audi-SUV. Für einen echten Offroader waren die Formen jedoch immer zu rund und weich. Und zum praktischen Familiengefährt fehlten ihm Platz und Variabilität. Doch das wird ab November anders. In allen Dimensionen deutlich gewachsen mutiert die zweite Generation zum alltagstauglichen Allrounder mit selbstbewusster SUV-Optik und standesgemäßer Geräumigkeit.

Der neue achteckige Singleframe-Grill stemmt sich nun mit breitem Chromrahmen und acht vertikalen Streben in den Fahrtwind, flankiert von keilförmig zulaufenden LED-Scheinwerfern (Serie), die es in der Topversion auch mit Matrix-Technologie gibt. Das sieht wuchtig und zugleich elegant aus – wenn auch wieder zum Verwechseln ähnlich zu den jüngsten Audi-Modellen. Auch die Seitenansicht scheint mit kantigen Konturen und betonten Radhäusern sowie farblich abgesetzten Blenden wie ein Mix aus Q2 und Q5. Die stärker geneigte D-Säule und der Dachkantenspoiler geben der Linienführung einen dynamischen Abschluss.

Auffällig ist vor allem aber die neue Größe des Q3. Mit 4,49 Meter ist er fast zehn Zentimeter länger als der Vorgänger. Auch der Abstand zwischen den Achsen streckt sich um rund acht Zentimeter auf 2,68 Meter. Das schafft eine spürbar größere Geräumigkeit für Knie, Kopf und Ellenbogen, vor allem auf den Rücksitzen, die sich serienmäßig bis zu 15 Zentimeter verschieben lassen. Entsprechend schluckt der Kofferraum nun 530 bis 675 Liter, bis zu 215 Liter mehr als bisher. Maximal gehen 1525 Liter hinein.

Cockpit und Interieur wurden mehr oder weniger aus den neuen Oberklassemodellen der Marke adaptiert, inklusive der zweigeteilten Instrumententafel und der MMI-Anziegedisplays. Serie ist allerdings nur das MMI Radio mit digitalem 10,25-Zoll-Kombiinstrument. Gegen Aufpreis gibt es auch das Virtual Cockpit, Touchscreen-Displays in der Mittelkonsole (8,8 oder 10,1 Zoll) sowie die MMI Navigation plus Sprachsteuerung.

Auf dem neusten Stand sind auch die Fahrassistenten, vom Abstandstempomaten inklusive automatischer Spurführung und Staufunktion über den Ein- und Ausparkroboter bis zum Querverkehrswarner oder den vier Umgebungs-Kameras, die auch eine virtuelle Sicht von oben zeigen.

Im Gegensatz zur markanten neuen Erscheinung, wirken die Motoren etwas blass. Vier Aggregate stellt Audi zum Verkaufsstart bereit, allesamt Vierzylinder-Direkteinspritzer mit Turboaufladung. Einstieg ist ein 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS und Zylinderabschaltung, der mit seiner großen Laufkultur für die meisten Manöver des automobilen Alltags ausreicht. Das Audi Q3 35 TFSI genannte Modell rollt zunächst nur mit 7-Gang S tronic und Frontantrieb ab 33500 Euro vom Band. Ein günstigerer 6-Gang-Handschalter soll folgen. Immer mit dem Doppelkupplungsgetriebe sowie Allradantrieb gekoppelt ist der 2,0-Liter-Benziner, der in zwei Leistungsstufen mit 190 PS (ab 39600 Euro) und als Topmodell mit 230 PS (ab 43800 Euro) angeboten wird. Den besten Eindruck hinterlässt – allen Unkenrufen zum Trotz – der 2,0-Liter-Diesel mit 150 PS (ab 35900 Euro), der leise und kultiviert seine 340 Nm Drehmoment für ebenso schaltfaule Bummeleien wie druckvolle Zwischenspurts einsetzt.


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