Kompaktes SUV Im Hochsitz auf Ibiza – der Seat Arona im Test


Osnabrück SUVs, SUVs, SUVs – die hochgebockten, theoretisch geländefähigen Mobile sind in allen Größen das annähernd einzige Wachstumssegment. Mit dem Arona will Seat bei den kleinen SUVs punkten. Im Test: der Dreizylinder-Turbobenziner mit 115 PS.

Grauer Alltag: Ein Grund, warum SUVs so unglaublich beliebt sind, ist die höhere Sitzposition. Auch wenn der Arona im Innenraum dem kleinen Ibiza ziemlich ähnlich ist: Der Sitz lässt sich erstaunlich weit nach oben bewegen, sodass die Übersicht tatsächlich eine bessere ist. Wenn dann der Hochsitz auch noch ganz nach hinten geschoben wird, könnte es für die Knie von hinten sitzenden Erwachsenen eng werden, ansonsten geht das Raumempfinden auch in der zweiten Reihe in Ordnung. Die Materialien sind oftmals von eher schlichter Qualität; an der einen oder andern Stelle kaschieren Zierleisten und ähnliches diesen Eindruck. Die Verarbeitung ist dafür tadellos – und ein paar dicke Ledernähte oder der große Touchscreen, der ab der zweiten Ausstattungslinie „Style“ serienmäßig an Bord ist, sorgen für einen Hauch von Luxus. Die Größe des Kofferraums (400-1280 Liter) sowie die Nutzbarkeit sind dem Segment entsprechend in Ordnung.

Ins Blaue fahren: Der 115 PS starke Dreizylinder ist recht munter – wenn man ihn nicht in den Drehzahlkeller hinabsteigen lässt. Dann ist das Beschleunigen eine langwierige Angelegenheit – lieber ein bis zwei Gänge runterschalten, dann kommt man wieder schneller in Schwung. Akustisch fällt der Dreizylinder überhaupt nicht negativ auf – nur hin und wieder knurrt der Turbo ein wenig, aber das fällt wirklich nicht ins Gewicht. Die Federung poltert bei ganz groben Stößen, zeigt sich ansonsten aber ausgewogen und SUV-untypisch ausgewogen. In Sachen Sicherheit bietet der Arona mit City-Notbremssystem (Serie), adaptiven Tempomat (ab 210 Euro) oder Totwinkelwarner (360 Euro) alles wirklich Wichtige.

Grüne Welle: 5,5 Liter im Alltag sind ein halber Liter mehr als in der Theorie.

Rosa Brille: Für gut 27000 Euro war der Test-Arona in der zweithöchsten Ausstattung „Xcellence“ und mit einigen Extras wie ein Großer ziemlich üppig ausgestattet – da würde man bei der Konkurrenz oftmals mehr zahlen.

Rotes Tuch: Die Mittelarmlehne lässt sich in der Höhe nicht verstellen, hängt tief und schlapp herunter.

Schwarz auf weiß: Der günstigste 115-PS-Benziner – weniger Leistung sollte es auch nicht sein – kostet 19620 Euro, der Testwagen mit 27044 Euro angemessen bepreist.


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