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Kombiversion Audi A6 Avant startet nicht ohne Diesel

Von Frank Wald

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Neckarsulm Audi startet seinen A6 Avant. Der Traum eines jeden Dienstwagenfahrers ist jedoch vorerst nur als Selbstzünder zu haben

Die Limousine war der Appetizer, jetzt geht‘s ums Business. Und das gleich im doppelten Sinne. Denn zum einen greifen gut 80 Prozent der Audi-Kunden beim A6 zum Avant, wie die Ingolstädter traditionell ihre Kombiversionen nennen. Zum anderen sind die meisten davon Firmen- und Flottenfahrer, die bei ihren Dienstwagen streng auf niedrige Betriebskosten achten müssen. So wundert es auch nicht, dass Audi die achte Generation seines A6 Avant allein mit drei Dieselmotoren startet, die nach Abgasnorm Euro-6d-Temp zertifiziert immer noch die günstigeren Verbrauchs- und CO2-Emissionen aufweisen.

Wobei bei unserer ersten Probefahrt besonders der Basis-TDI mit 2,0 Liter Hubraum überrascht. Der Vierzylinder-Selbstzünder gibt sich mit seinen 204 PS Leistung und 400 Nm Drehmoment kräftig und durchzugsstark, um in der Stadt und über Land souverän mitzuschwimmen. Dank ausgezeichneter Isolierung und vorbildlicher Aerodynamik bleibt er dabei auffallend laufruhig und harmoniert wunderbar mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und dem neuen adaptiven Stahlfahrwerk. Erst bei schnelleren Abschnitten auf der Autobahn lässt der Fronttriebler seine Anstrengungen hören und spüren. Hier macht naturgemäß der 3,0-Liter-V6-Selbstzünder, der wahlweise 231 oder 286 PS Leistung mobilisiert, die bessere Figur. Analog zur Limousine sind die Sechszylinder serienmäßig mit der schnell und aufmerksam schaltenden Achtgangautomatik gekoppelt. Und auch der quattro-Allradantrieb ist hier immer ab Werk verbaut. Ebenso sind alle Motoren mit einer Mild-Hybrid-Technologie mit 12-Volt- oder 48-Volt-Bordnetz ausgestattet, mit dem sich beim sogenannten „Segeln“ Energie zurückgewinnen und der Realverbrauch um bis zu 0,7 Liter drücken lassen soll.

Bis zu 39 Assistenten

Gegen Aufpreis gibt es dieselben Hightech-Technologien wie in der Limousine, etwa ein Sportfahrwerk mit elektronsicher Dämpferregelung und Luftfederung, die dynamische Allradlenkung oder auch die HD Matrix-LED-Scheinwerfer. Auch die neuen Bediensysteme, vom Virtual Cockpit inklusive Head-up-Display bis zum neuen MMI-Anzeigen- und Bedienkonzept mit zwei Touchscreens in der Mittelkonsole sowie bis zu 39 Fahrassistenten sind für den A6 Avant verfügbar.

Doch mehr noch als der Blick unter die Motorhaube, der im Vergleich zur Limousine ohnehin nichts neues zeigt, liegt bei einem Kombi die Aufmerksamkeit natürlich im Heckbereich. In punkto Platz und Variabilität, konnten die Avant von Audi dabei im Klassenvergleich allerdings noch nie überzeugen. Auch der neue Kombi macht da keine Ausnahme, der trotz leicht gewachsener Dimensionen und Radstand mit seinem unverändert 565 bis maximal 1680 Liter großen Gepäckraum nur Mittelmaß bleibt. Noch dazu lassen sich die dreigeteilten Rücksitzlehnen nicht mehr zu einer ebenen Fläche umlegen. Dafür gibt’s für die Fondpassagiere nun etwas mehr Platz für Beine, Schultern und Kopf. Was angesichts der auf 4,94 Meter gestreckten Karosserie, die mit ihrer nach hinten noch stärker abfallenden Dachlinie und den eckig betonten Radhäuser á la Audis Ur-Quattro nie sportlich-eleganter ausgesehen hat, dann doch wieder bemerkenswert ist.

Gegenüber der Limousine beträgt der Aufpreis für den Kombi aktuell 2500 Euro. Damit startet der A6 Avant 2.0 TDI mit Frontantrieb ab 51650 Euro. Die Sechszylinder-Selbstzünder kosten mit 231 PS ab 57550 Euro und das vorläufige Topmodell mit 286 Diesel-PS überspringt mit weiteren 3000 Euro die 60000er-Marke.


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