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Mit stärkeren Motoren Frischer Roadster-Dino – der Mazda MX-5 im Test

Von Wolfang Wieland

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Sibiu/Rumänien Mazda macht den Roadster frisch. Ja genau, den beliebten Klassiker MX-5, der seit 1989 weltweit ein echter Bestseller ist.

Fast 1,1 Millionen des zweitürigen Spaßbringers haben die Japaner schon an den Mann, oder auch an die Frau gebracht. Nun bekommt die vierte Generation des Mazda MX-5 ein Facelift und die interne Bezeichnung Modell 2019. Ab dem 14. September steht der Oben-ohne-Liebling beim Mazda-Händler, ab 22990 Euro (Stoffdachvariante) kann man ihn dann gleich mitnehmen.

Zwei Sportsitze, ein knackiger Motor und kein Dach über dem Kopf – so sieht puristischster Fahrspaß auf vier Rädern aus. Wir nutzen für unsere ausführlichen Testfahrten den schnittigen Japaner als RF-Version. Der hat das raffinierte Targadach à la Porsche 911. RF steht übrigens für „Retractable Fastback“. Im Gegensatz zum Stoffdach-Roadster ist der MX-5 RF ein echtes Ganzjahresauto ohne großartige Komforteinbußen. Mit einer Länge von 3,92 Metern und einem Leergewicht von 1,1 Tonnen wird der Teilzeit-Oben-ohne-Mazda zum agilen Spaßbringer. Allerdings ist das Kofferraumvolumen mit 127 Litern nochmals drei Liter kleiner, als beim normalen Stoffdach-MX-5. Zwei Trolleys der Flugzeug-Handgepäckklasse passen so gerade noch in den winzigen Koffer-Schacht hinter dem Alu-Verdeck.

Zwei Motorisierungen

Den Zweitürer gibt’s mit zwei Vierzylinder-Benzinern, mit 132 PS (ab 28690 Euro) und mit 184 PS (30390 PS). Klar, wir versuchen es gleich mit der stärkeren Motorisierung, schließlich wählen auch rund 70 Prozent der Kunden dieses Triebwerk. Es ist herrlich drehfreudig und die sechs Vorwärtsgänge lassen sich tadellos, hakelfrei und mit schön kurzen Schaltwegen per Hand wählen. Zur Wahl steht auch noch ein komfortables Sechsgang-Automatikgetriebe, dann kostet der RF ab 34490 Euro.

Bei unserem handgeschalteten 184 PSer wird werksseitig der Spritverbrauch mit 6,9 Litern Super auf 100 Kilometer angegeben. Das entspricht einer CO2-Emission von 156 Gramm für jeden zurückgelegten Kilometer. Übrigens: Mazda erfüllt bei allen Fahrzeugen schon heute die erst 2019 verbindliche Euro-6d-Temp-Abgasnorm und das auch ohne aufwändigen Benzin-Partikelfilter. Der Realverbrauch bei unseren bergigen Touren lag bei knapp unter acht Litern und das mit jeder Menge hochtourigem Sportwagensound, geräuberten Kurven und Vollgas auf der Autobahn – also Fahrspaß pur.

Neben der sportlich-muskulösen Außenoptik begeistert das praktische und vollautomatische Dachsystem. Der dreiteilige Deckel verschwindet auf Knopfdruck vollständig in nur 13 Sekunden hinter den Sitzen. Leider funktioniert das nur bei der Fahrt bis zu 10 km/h, da sollte nochmals nachgebessert werden, 30-50 km/h sollten schon möglich sein. Und aufpassen müssen Fahrer und Beifahrer mit einer Körperlänge ab 1,90 Meter. Da können die Knie schon mal blaue Flecken bekommen, oder sogenannte Sitzriesen haben die Oberkante der Windschutzscheibe vor der Nase. Also vor dem Kaufentscheid bitte unbedingt eine Probefahrt bei dem Mazda-Händler Ihres Vertrauens absolvieren.

Für die Sicherheit

Im Innenraum erfreuen uns klassische Roadster-Rundinstrumente und ein 7-Zoll-Bildschirm, jetzt auch mit Apple CarPlay und Android Auto. Für die Sicherheit sorgen Fahrerassistenzsysteme, die allerdings 650 Euro Aufpreis kosten. Mit dabei sind City-Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitswarner und eine Rückfahrkamera. Für die musikalische Untermalung ist eine Bose-Anlage mit bis zu neun Lautsprechern verantwortlich. Je nach Geschmack, Lust und Laune kann man dann klassische Musik oder auch Heavy Metal hören, die Puristen aber lauschen nur dem knackigen Klang des Motors.


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