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Spanischer Kleinwagen Ecken, Kanten, runde Sache – der Seat Ibiza

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Muss es eigentlich immer ein größeres Auto sein, um unter Komfort-, Sicherheits- und möglicherweise sogar Lifestyle-Gesichtspunkten auftrumpfen zu können? Natürlich nicht. Kaum ein anderer Kleinwagen beweist das so eindrucksvoll wie der Seat Ibiza. Im Test: der 1.0-Liter-Dreizylinder mit 95 PS.

Grauer Alltag: Der Ibiza ist eng verwandt mit dem VW Polo, preislich ein wenig günstiger, im Design sportlicher gehalten – die Ecken und Kanten verleihen dem Kleinen eine angenehm dynamisch-krawallige Note. Kein Wunder, dass Seat im Schnitt deutlich jüngere Kunden einfängt als die Konkurrenz. Diese dürften sich auch weniger an den vorhandenen Hartplastikflächen stören, die an mancher Stelle im Cockpit offen sichtbar sind. Auch der Kofferraum ist wenig liebevoll ausgestaltet; dazu bleibt beim Umklappen der Rücksitze eine Stufe; Koffer und Tüten müssen hoch angehoben werden, um sie ein- und auszuladen. Nichts zu meckern gibt es bei der Bedienung, die ist – typisch VW-Konzern eben – schnell erlernt und logisch aufgebaut.

Ins Blaue fahren: Der 95-PS-Dreizylinder läuft angenehm knurrig, wird so gut wie nie aufdringlich. Beim Anfahren muss man durch ein spürbares Turboloch, doch in höheren Drehzahlbereichen wirkt der Spanier durchaus lebendig, gar spritzig. Das Fahrwerk erlaubt flotte Kurvenfahrten, mit denen man auf der Landstraße manch großvolumigen Verfolger erstaunen kann. Erstaunlich: Auch die Langstrecke meistert der Ibiza völlig problemlos.

Grüne Welle: 5,5 Liter auf 100 Kilometern – da schlagen die durchweg höheren Drehzahlen wohl zu Buche.

Rosa Brille: Großes Navi und kabelloses Smartphoneladen (790 Euro im Paket), Abstands-Tempomat (460 Euro), Rückfahrkamera (525 Euro), Sportfahrwerk (Serie in der Ausstattung FR), Zwei-Zonen-Klimaautomatik (Serie in FR) – im Ibiza mangelt es den Passagieren an nichts – entsprechende Serien- und Zusatzausstattung sowie das passende Kleingeld vorausgesetzt.

Rotes Tuch: Einzig und allein ein sechster Gang beim ansonsten tadellos zu bedienenden Schaltgetriebe wurde vermisst.

Schwarz auf weiß: Der günstigste Ibiza startet bei 15515 Euro; in der sportlichsten Ausstattung FR sind 19065 Euro fällig; der Test-Ibiza stand mit 22155 in der Liste. Nicht wenig Geld für einen Kleinwagen – der aber in Sachen Komfort, Sicherheit und Lifestyle kein Kleinwagen ist. Sondern trotz aller Ecken und Kanten eine runde Sache.


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