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Kleiner Bruder vom F-Pace Die Katze kann knausern – Jaguar E-Pace im Test

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Osnabrück Man könnte glauben, dass das „E“ in Jaguars E-Pace für „Elektro“ steht. Ist aber nicht so. Das Elektro-Modell heißt I-Pace. Der E-Pace ist der kleinere Bruder vom F-Pace. Soweit alles klar? Dann widmen wir uns jetzt dem 240 PS starken Top-Diesel des E-Pace in der Maximalausstattung „HSE“.

Grauer Alltag: Die Optik des britischen SUV verspricht Dynamik: Aggressive Front, nach hinten abfallende Dachlinie mit Coupé-Anleihen – letzteres verhindert allerdings in Kombination mit der massiven C-Säule eine gute Sicht nach hinten. Der Kofferraum ist von ordentlicher Größe, dazu sorgen Haken und ein optionales Schienensystem (365 Euro) für Ordnung. Sehr gelungen: Das 12,3“ Zoll große TFT-Instrumentendisplay mit Tacho und Drehzahlmesser, das vielfältig konfiguriert werden kann – nur die arg bunte Navigationsansicht passt nicht so recht zum ansonsten edlen Charakter. Heranwachsende jubeln weniger über ordentliche Platzverhältnisse (auch hinten, zumindest für die Beine), sondern über gleich fünf USB-Anschlüsse. Da bleibt kein Smartphoneakku leer.

Ins Blaue fahren: Der 240 PS starke Vierzylinder-Diesel lässt den E-Pace leichtfüßig wirken, ohne Explosivität zu versprühen. Muss auch gar nicht sein, denn auch wenn der Dynamik-Modus in Verbindung mit dem fix und unauffällig arbeitenden 9-Gang-Automatikgetriebe ein echter Spaßmacher ist: Die optimale Einstellung ist der Komfort-Modus, in dem der Jaguar seine Insassen entspannt auch über schlechten Straßenbelag trägt.

Grüne Welle: Es gibt einen Eco-Modus und im Infotainmentsystem durchaus interessante Analysen des Fahrstils – wer sich daran hält, schafft auch den (nach neuem WLTP-Testzyklus ermittelten) Verbrauch im Datenblatt von 6,9 Litern auf 100 Kilometern.

Rosa Brille: 1249 Euro kostet das Panorama-Glasdach, bringt viel Licht ins Auto. Damit im heißen Sommer nicht auch unnötige Hitze ins Auto kommt, wenn es abgestellt wird, wird das Dach beim Verriegeln des E-Pace automatisch mit geschlossen. Gut für vergessliche Menschen.

Rotes Tuch: Der Automatik-Wählhebel reagiert sensibel auf Berührungen. Wer die Hand beim Bedienen des Touchscreens auf dem Hebel ablegt, schaltet oft unbeabsichtigt in den Leerlauf.

Schwarz auf weiß: Die Preisliste beginnt bei 35625 Euro (150-PS-Diesel). Der 240-PS-Diesel startet ab 52700 Euro. Als „HSE“ mit üppiger Ausstattung und vielen weiteren Extras stand unterm Strich 70567 Euro.


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