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Mittelklasse-Limousine Elegant und knurrig – der VW Arteon im Test

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Osnabrück Erst Passat CC, dann nur CC – und jetzt Arteon: Die viertürige Mittelklasse-Limousine von Volkswagen hat schon eine bewegte Namensgeschichte hinter sich. In jeder Generation gleich: der gestalterische Ansatz des schicken Modells, das sich vom VW-Einheitslook abhebt. Im Test: der 150 PS starke Einstiegsdiesel.

Grauer Alltag: Der Arteon ist auch weiterhin ein Edel-Passat, verpackt in ein schickes Design. Bedeutet für das Platzverhältnis: Vorne sitzt man entspannt, auch wenn die Beine lang sind, die Kopffreiheit ist üppig. Hinten sorgt die abfallende Dachlinie dafür, dass größere Menschen den Kopf ein wenig einziehen müssen. Die Bedienung ist VW-typisch logisch und schnell beherrschbar, wenngleich das große Multifunktionsgerät „Discover Pro“ (1995 Euro) für Navi, Medien oder Informationen über keinen konventionellen Lautstärkeregler verfügt, sondern per Tastendruck lauter und leiser gestellt werden muss. Die Kofferraumklappe ist riesig, der Kofferraum selbst mit 563 bis 1557 Litern üppig dimensioniert.

Ins Blaue fahren: Der kleinste Diesel im Programm bietet 150 PS und 340 Newtonmeter Drehmoment – solange man nicht aus dem niedrigen Drehzahlbereich schnell beschleunigen will, ist das Aggregat absolut alltagstauglich. Der Selbstzünder läuft bisweilen etwas knurrig, beim kräftigeren Beschleunigen vibriert manchmal gar die kleine Kunststoffscheibe, auf der die Informationen des Head-up-Displays (565 Euro) eingeblendet werden. Per Fahrprofilauswahl (210 Euro plus 1200 Euro für adaptive Fahrwerksregelung) lassen sich Motor, Fahrwerk, Lenkung und mehr sportlich, komfortabel oder eher sparsam justieren – mit spürbaren Unterschieden.

Grüne Welle: 4,3 Liter verspricht das Datenblatt, wer etwas Sorgsamkeit walten lässt, schafft die Vier vorm Komma.

Rosa Brille: Das optionale Active Info Display (510 Euro) ersetzt die analogen Tacho und Drehzahlmesser und lässt sich vielfältig konfigurieren – hier ist der VW-Konzern noch immer der Benchmark.

Rotes Tuch: Der Wendekreis des Arteon ist ziemlich groß ausgefallen. Wer in engen Situationen rangieren muss oder gar die Drei-Punkt-Wende anstrebt, muss hier und da ganz schön am Lenkrad kurbeln.

Schwarz auf weiß: 38250 Euro kostet der günstigste Arteon, das Testmodell in „Elegance“-Ausstattung und mit zahlreichen Extras kam auf 58040 Euro – auch, weil die Aufpreisliste komplex gehalten ist und manche Option weitere, nochmals kostenintensivere Optionen nach sich zieht.


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