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Erstmals in zwei Längen (Hochdach-)Pionier: der neue Citroën Berlingo

Von Frank Wald


Paris Die dritte Generation des Hochdachkombi-Erfinders Citroën Berlingo rollt jetzt mit zwei Radständen an den Start.

Es gibt Vans. Und es gibt Hochdachkombis. Erstmals erschien diese Mixtur aus Pkw und Lieferwagen 1996 in Gestalt des Citroën Berlingo, dem schnell Konkurrenten wie Renault Kangoo, VW Caddy oder Opel Combo folgen sollten. Und im Gegensatz zum deutlichen Absatzeinbruch der klassischen Großraumlimousine halten die Fans allen SUV-Trends zum Trotz dem Hochdach-Franzosen die Treue. 3,3 Millionen Exemplare wurden in den vergangenen 22 Jahren verkauft und noch 2017 liefen mit über 165000 Modellen so viele Berlingo wie niemals zuvor vom Band. Im September rollt nun die dritte Generation an den Start: im aktuellen Citroën-Design mit zweigeteilten Tagfahrlicht- und abgerundeten Hauptscheinwerfern, „Airbumps“ auf den Flanken sowie den Kerntugenden eines jeden Freizeit- und Familienautos.

Mehr Platz als je zuvor

Dazu gehören in erster Linie die üppige Geräumigkeit und erstaunliche Variabilität. Erstmals in zwei Längen mit 4,40 Meter als Modell M oder 4,75 Meter als XL, bietet der neue Berlingo als 5- oder 7-Sitzer mehr Platz als je zuvor. Schon in der kurzen Version wächst das Kofferraumvolumen um 100 auf 775 Liter, in der Langversion sind es 1050 Liter. Die Sitze sind äußerst bequeme Sessel, die Beinfreiheit in der zweiten Reihe erreicht Luxuslimousinen-Niveau und die drei Einzelsitze im Fond können mit einem einfachen Handgriff, auch vom Kofferraum aus, nach vorn geklappt werden. Zwei weit öffnende Schiebetüren gewähren, vor allem in engen Parkbuchten, einen ungehinderten Ein- und Ausstieg. Auch die separat öffnende Heckscheibe ist praktisch, wenn nur mal kurz etwas aus dem Kofferraum geholt werden muss. Dazu gesellen sich 28 über das ganze Fahrzeug verteilte Stauräume, die noch einmal bis zu 186 Liter schlucken. Ein im Wortsinn echtes Highlight ist das „Modutop“ genannte Multifunktionsdach (Serie in Topversion „Shine“, sonst 900 Euro), bestehend aus vielen Staufächern vorne und hinten sowie einem transparenten Mittelsteg, in dem die abgelegten Sachen sichtbar sind, Panoramaglasdach und Beleuchtungselementen.

Kaum weniger wichtig in einem zeitgemäßen Familien- und Freizeitmobil sind inzwischen umfassende Sicherheits- und Infotainment-Systeme. Hat man genügend Optionen angekreuzt, sorgen im Berlingo im besten Fall nicht weniger als 19 Assistenzsysteme für sicheres Vorankommen. Darunter aktiver Tempomat mit Notbremsfunktion, Rückfahrkamera, Bergabfahrhilfe und farbiges Head-up-Display. Auch ein 8-Zoll-Touchscreen-Tablet samt Smartphone-Integration und kabellosem Aufladen desselben finden sich in den Ausstattungen.

Unterwegs gibt der Berlingo den spurtreuen Gefährten. Wie von einem Franzosen nicht anders zu erwarten ist das Fahrwerk betont komfortabel abgestimmt. Dabei hält schon der bekannte 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 110 PS (ab 19090 Euro) die Fuhre locker-leise knurrend in Schwung und brummelt via präzise gestuftem Sechsganggetriebe in 13,0 Sekunden auf Tempo 100. Noch etwas flotter geht’s mit dem neuen 1,5-Liter-Diesel mit 130 PS (ab 26390 Euro), der dafür knapp eine Sekunde weniger benötigt. Nur in dieser Version ist außerdem das empfehlenswerte achtstufige Automatikgetriebe EAT8 zu haben, das für ebenso geschmeidige wie schnelle und aufmerksame Schaltwechsel sorgt. Mit dem Marktstart im September ist außerdem ein kleiner Diesel mit 100 PS im Programm, eine stärkere 130-PS-Variante des 3-Zylinder-Turbobenziners folgt im Sommer 2019. Alle Motoren erfüllen die Euro 6d-TEMP-Norm, mit der man – vorerst zumindest – vor möglichen Fahrverboten sicher ist.


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