Ihr regionaler Kfz-Markt

Flaggschiff und Hochdachkombi Peugeot-Neuheiten: Jenseits des SUV

Von Frank Wald


Nizza Mit der Mittelklasselimousine 508 und dem Hochdachkombi Rifter erneuert Peugeot im Spätsommer seine konventionelle Modellpalette.

Es läuft wieder bei Peugeot. Getrieben vom Erfolg ihrer neuen SUV-Modellen starten die Franzosen nun auch in den konventionellen Segmenten einen neuen Anlauf. Ein coupéähnlich gestylter 508 soll ab Oktober die Konkurrenz um VW Passat, Opel Insignia und Renault Talisman aufschrecken, der Rifter als Nachfolger des bisherigen Partner Tepee ergänzt ab September die Riege der neuen Hochdachkombis.

Vor allem mit ihrem neuen Flaggschiff ist den Franzosen ein echtes Designerstück gelungen, das sogar Modellen wie VW Arteon oder Mercedes CLS in die Parade fahren könnte. Mit der flachen Silhouette, rahmenlosen Türen sowie der schräg abfallenden Dachlinie trägt der gegenüber dem Vorgänger auf 4,75 Meter verkürzte 508 die klassischen Elemente eines viertürigen Coupés – wenn auch inklusive des tief liegenden Einstiegs und der eingeschränkten Kopffreiheit für die Fondpassagiere. Dafür vergrößerte sich der Kofferraum von 473 auf 487 Liter.

Das Interieur glänzt mit origineller Gestaltung, wertigen Materialien, Wohlfühl-Ambiente und – je nach Ausstattung – üppigem Hightech. Im Motorenprogramm überwiegen nach wie vor die Dieselaggregate. Wobei schon der neu entwickelte Basis-Selbstzünder mit 130 PS (ab 31250 Euro) für den täglichen Bedarf ausreichend ist. Darüber hinaus stehen zwei weitere 2-Liter-Diesel mit 160 und 180 PS zur Wahl.

Zur höherwertiger Positionierung und eleganten Optik des Flaggschiffs passt besonders das Benziner-Topmodell mit 225 PS (ab 45600 Euro) in Kombination mit der schnell und aufmerksam arbeitenden Achtgangautomatik. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp, mit der man vor künftigen Fahrverboten gefeit ist.

Das gilt auch für die zweite Neuheit von Peugeot. Mit dem neuen Namen wechselt der Hochdachkombi Rifter zugleich auch seine Erscheinung. War der Vorgänger Partner Tepee noch als Lieferwagen konzipiert, erscheint der Nachfolger mit aufgebockter Karosserie, schwarzen Schutzbeplankungen und Radlaufblenden wie eine Mischung aus Van und SUV und unterscheidet sich damit deutlich von seinen Konzernzwillingen Citroen Berlingo und Opel Combo.

Optionale dritte Reihe

Nutzwert und Variabilität kommen dennoch nicht zu kurz. Erstmals in zwei Längen mit 4,40 und 4,75 Metern, die auf Wunsch mit dritter Sitzreihe, Einzelsitzen in Reihe zwei und umklappbarem Beifahrersitz ausgerüstet werden können, sowie den beiden Schiebetüren kann der Hochdachkombi mit bis zu 4000 Litern beladen werden. Als Besonderheit gibt es optional eine separat zu öffnende Heckscheibe, die das schnelle Verstauen von Kleinkram erleichtert.

Aber auch auf zeitgemäßen Fahrkomfort muss der Rifter nicht verzichten. Neben einem 8-Zoll-Touchscreen (ab Allure) zur Steuerung von Klima, Audio und Navigation gibt es je nach Ausstattung vom Abstandstempomaten über Müdigkeits- und Spurhalterassistenten mit Lenkeingriff bis zu Kollisionswarner mit Notbremsfunktion und Rückfahrkamera alle gängigen Sicherungssysteme.

Trotz seines robusten Auftritts fährt sich der Rifter überraschend kommod. Ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit 110 PS sowie zwei 1,5-Liter-Diesel mit 102 und 130 PS sorgen für kraftvolles und sparsames Vorankommen. Auch hier bietet Peugeot nun sein i-Cockpit mit dem kleinen Lenkrad an, was sich vor allem im städtischen Rangierbetrieb als äußerst praktisch erweist, sowie eine sportliche Ausstattungslinie GT Line mit Lederlenkrad und 17-Zoll-Alufelgen. Die Preise beginnen bei 20740 Euro, die Diesel starten bei 23290 Euro. Die Langversionen kosten jeweils 1200 Euro mehr.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN