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Fünfte Pick-up-Generation All-inclusive-Arbeitstier – der Mitsubishi L200

Von Lothar Hausfeld


Osnabrück Noch ist es kein Boom im Ausmaß des SUV-Wahnsinns, der auf den deutschen Straßen zu registrieren ist, aber dennoch erfreuen sich Pick-up-Modelle in den letzten Jahren deutlich gesteigerter Beliebtheit. Mitsubishi hat mit dem L200 bereits seit 25 Jahren ein Modell in Deutschland im Angebot. Im Test: die fünfte Modellgeneration mit 181 PS und All-Inclusive-Ausstattung.

Grauer Alltag: Ein Pick-up ist im Grunde ein Geländewagen mit Ladefläche, entsprechend variabel einsetzbar. Egal, ob in der Freizeit oder der Arbeit, überall dort, wo es etwas rauer zugeht und das Fahrzeug ordentlich zupacken muss, fühlt sich der L200 wohl. Unser Modell mit Doppelkabine schafft zudem noch den Familienalltag, bietet innen üppige Platzverhältnisse. Die Ladefläche misst 1,52 mal 1,47 Meter, maximal 883 Kilo darf man zuladen. Das Cockpit ist grundsätzlich eher rustikal eingerichtet, bietet aber in der Top-Ausstattung ausgesprochen viel Komfort. Die Rückfahrkamera ist angesichts 5,29 Metern Länge wichtig, weist aber eine perspektivisch verzerrte Darstellung auf. Außerdem piept es beim Einparken nicht warnend – dafür bei vielen anderen Situationen.

Ins Blaue fahren: Der 181 PS starke Vierzylinder tut gar nicht erst vornehm, läuft rau. Man spürt das Gewicht beim Fahren, aber sämtliche Kernkompetenzen – dazu gehören nicht Vollgasfahrten und Kurvenräuberei – absolviert der L200 mit stoischer Gelassenheit. Die Fünf-Stufen-Automatik ist vom alten Schrot und Korn, aber zuverlässig. Der Allradantrieb macht den L200 fit für wirklich hartes Gelände, bietet sperrbare Hinterachs- und Mittendifferenziale sowie Geländeuntersetzung. Dass die unbeladene Hinterachse auf schlechtem Straßenbelag gelegentlich poltert, ist vor allem der Bauart geschuldet.

Grüne Welle: 7,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer? Eher zwei Liter drauf rechnen.

Rosa Brille: Die Top-Ausstattung mit Navi, Sitzheizung, Leder, Bluetooth oder schlüssellosem Zugangssystem macht den L200 entweder zum komfortablen Arbeitstier oder zum hartgesottenen Lifestyletransporter.

Rotes Tuch: Der Spurwechselwarner ist extrem sensibel, piept permanent.

Schwarz auf weiß: Der günstigste L200 (als 2+2-Sitzer mit 154 PS) kostet 26990 Euro. Mit Doppelkabine, 181 PS, Automatik und maximaler Ausstattung schlagen 40790 Euro zu Buche – mehr geht dann nicht. Nur von der Zubehörliste: Dort kann man etwa einen Bullenfänger an der Front oder eine verschließbare Abdeckung für die Ladefläche ordern.


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