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Fünfte Generation Unbekannter Topseller – der Honda CR-V ohne Diesel

Von Thomas Flehmer

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Kitzbühel Seit mittlerweile knapp sechs Jahren gehört der Honda CR-V zu den weltweit meistverkauften SUV. Die bereits fünfte Generation sorgt ab Oktober für einen Einschnitt im Segment.

Honda wird beim neuen Geländegänger keinen Dieselmotor mehr anbieten – zumindest zunächst. Der Selbstzünder spielt lediglich in Europa eine Rolle – ein neues Diesel-Aggregat lohne sich deshalb aus wirtschaftlicher Sicht kaum, heißt es bei den Verantwortlichen. So gibt der 1,5 Liter-VTEC-Turbo den Alleinunterhalter, ehe sich im kommenden Jahr ein Hybridantrieb hinzugesellt.

Den Turbo-Benziner, der die Norm Euro 6d-Temp erfüllt, gibt es in je zwei Leistungsstufen und Getriebevarianten. Mit dem manuellen Schaltgetriebe kommt der CR-V auf 173 PS, mit dem CVT auf 193 PS. Auch das Drehmoment liegt bei der lediglich als Allradversion erhältlichen stärkeren Variante mit 243 Newtonmeter um 23 Newtonmeter höher als beim Handschalter. Da beim manuellen Schalter die maximale Kraft des Drehmoments bereits bei 1900 Kurbelwellenumdrehungen anliegt und der Fronttriebler je nach Konfiguration über 100 Kilogramm leichter ausfällt, absolviert die schwächere Variante den Sprint von 0 auf Tempo 100 in 9,2 Sekunden, während das SUV mit dem VCT-Getriebe glatte zehn Sekunden benötigt und dabei seine Anstrengungen akustisch in die Fahrgastzelle vermittelt. Da fühlt sich die Beschleunigung mit den handgeschalteten sechs Gängen deutlich geschmeidiger an. Und auch der Verbrauch liegt mit 7,4 Litern um 1,2 Liter unter dem des CVT-Vertreters. Doch beide Varianten sind keine Sportler, auch wenn 210 beziehungsweise 200 km/h Spitzengeschwindigkeit keine schlechten Werte darstellen.

Die 4,60 Meter langen Geländegänger unterstreichen ihre Vorzüge beim Cruisen. Vom Motor ist dann kaum etwas zu hören, die Fahrweise ist lässig und entspannt. Die etwas zu schwammig ausgefallene Lenkung fällt dann wenig ins Gewicht. Vor allem können die Insassen die Fahrt genießen. Fahrer und Beifahrer schauen auf ein wertig abgestimmtes Cockpit mit Holzdekoren. Der Fahrer wird von einem sieben Zoll großen Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts über Navi, Apple Carplay, Android Auto und Co. informiert. Das Navi könnte besser ansprechen, dafür wird der Fahrer mit Headup-Display und Lenkradheizung entschädigt.

Die Personen in der zweiten Reihe profitieren vom um 3,3 Zentimeter auf 2,66 Meter gewachsenen Radstand, der etwas mehr Kniefreiheit verspricht, sofern dieser nicht durch die optional erhältliche dritte Reihe wieder eingespart wird. Dafür stehen hinten zwei USB-Buchsen zur Verfügung – für so manchen Jugendlichen ein triftiger Kaufgrund. Der praktisch veranlagte Familienvater schätzt eher die 561 Liter Kofferraumvolumen, die sich auf 1756 Litern auf einer Ladelänge von 1830 Zentimetern ausbreiten können.

Die neue Hülle unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum vom Vorgänger. Prominenter gestaltet wurde der Kühlergrill, die Motorhaube markanter geschnitten und durch eine Zurücksetzung der A-Säule verlängert, was den Auftritt des CR-V dynamischer aussehen lässt. Beim Heck, dessen Linienführung durch die nach außen stehenden Rückleuchten unterbrochen wird, stellt sich die Frage, ob Alkohol im Spiel war. Ganz auf Sicherheit getrimmt hat Honda den CR-V mit modernen Sicherheitssystemen ausgestattet, sodass das SUV auch teilautonom agieren und den Fahrer im Stau entlasten kann.

Entlastet wird auch das Portemonnaie. Zwar stehen die Preise noch nicht fest, losgehen soll es aber bei unter 30000 Euro. Voll ausgestattet wird der CR-V in der Top-Variante Executive bestimmt seine 42000 Euro kosten.


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