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Exote aus der Golf-Klasse Ein entspannter Boxer – der Subaru Impreza

Von Lothar Hausfeld


Osnabrück Er spielt in der Golf-Klasse die Rolle des Exoten: Der Subaru Impreza punktet insbesondere mit ungewöhnlichen technischen Lösungen wie Boxermotoren, Allradantrieb und umfangreicher Sicherheitsausstattung. Im Test: der 156 PS starke Top-Boxer in Top-Ausstattung.

Grauer Alltag: Der Impreza erinnert entfernt an den kompakten Opel Astra, ist aber alleine aufgrund seiner geringen Verbreitung ein Exot, wirkt dabei gefällig, ohne auffällig zu sein. Das Cockpit wirkt ausgesprochen solide, weiß mit dezent verteiltem Klavierlack, vielen Ablagen, der gestochen scharfen Rückfahrkamera oder gleich drei USB-Steckdosen zu gefallen. Gleich drei Displays sorgen für Unterhaltung und Information: Ein großer Bildschirm für Navi, Musik und mehr, eine kleinere Anzeige darüber für Verbrauch, Klimaanlage und andere Dinge sowie ein kleines Monitörchen zwischen Tacho und Drehzahlmesser.

Ins Blaue fahren: Der zwei Liter große Boxermotor ist ein entspannter und laufruhiger Vertreter. Solange man ihn nicht fordert. Beim Tritt aufs Gaspedal, etwa, wenn man auf die Autobahn auffährt, sorgt das stufenlose CVT-Getriebe dafür, dass der Motor aufheult und die Drehzahlen nach oben schnellen, ohne dass dies in besonderen Vortrieb umgesetzt werden würde. Ein Handschalter würde hier als Alternative guttun, doch gibt es den Impreza ausschließlich mit dem Lineartronic genannten stufenlosen Getriebe. Die extrem direkte Lenkung und das knackige Federungsverhalten lädt eigentlich zu einer dynamischen Herangehensweise ein, der Allradantrieb würde seinen Beitrag zum sicheren Vorankommen ausspielen. Doch seine wirkliche Stärke spielt der Japaner nur dann aus, wenn der Fahrer beschaulich zu Werke geht.

Grüne Welle: 7,0 Liter auf 100 Kilometer – den Theoriewert schafft man nicht einmal auf Valium. Mindestens eineinhalb Liter kommen im Alltag dazu.

Rosa Brille: Der Impreza gefällt mit zahlreichen Assistenzsystemen, die unter dem Sammelbegriff EyeSight beim Bremsen, Überholen, Spurwechsel und vielen anderem unterstützen, helfen und vor Gefahren warnen. . .

Rotes Tuch: . . . aber die Bedienung per Tasten neben und auf dem Lenkrad sowie Anzeigen in den drei verschiedenen Displays ist nicht immer eindeutig.

Schwarz auf weiß: Der 114-PS-Impreza startet bei 21980 Euro; mit 156 PS sind mindestens 26980 Euro fällig. Die höchste Ausstattungslinie „Sport“ ist so gut wie komplett – der Testwagenpreis: 32264 Euro.


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