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Kompakt-SUV mit viel Platz Wuchtiger Wegweiser – der Jeep Compass im Test

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Osnabrück Lange Zeit klaffte ausgerechnet bei Jeep, einem der maßgeblichen Wegbereiter der aktuellen SUV-Hysterie, eine Lücke bei den kleineren Kompakt-SUVs. Der Compass zeigt jetzt auch Freunden dieser beliebten Größe den Weg über Stock und Stein. Im Test: der 140 PS starke Zwei-Liter-Diesel.

Grauer Alltag: Der Compass wird auf der gleichen Plattform gebaut wie die noch kleineren Modelle Jeep Renegade und Fiat 500X – angesichts dieser Tatsache staunt man über den Platz im Innenraum. Abgesehen von den relativ kleinen Ablageflächen bietet der Compass ein üppiges Platzangebot; insbesondere Gäste auf der Rücksitzbank genießen ungewohnte Beinfreiheit. Dass der Fahrer seine Sitzlehne nicht stufenlos verstellen kann und die Bedienung der Klimaanlage sehr tief platziert ist, stört ein wenig, dafür sorgen eine tadellose Verarbeitung und das digital hochgerüstete Cockpit für Pluspunkte. Der Kofferraum wird über eine recht hohe Ladekante befüllt, das große Fach unter dem Ladeboden erweist sich im Alltag dagegen als ausgesprochen praktisch.

Ins Blaue fahren: Der 140 PS starke Selbstzünder ist nicht direkt explosiv, braucht seine Zeit, ehe er aus dem Stand Geschwindigkeit aufnimmt. Auch beim Auffahren auf die Autobahn oder dem Überholen sollte man keine Wunderdinge erwarten. Das neunstufige Automatikgetriebe setzt dagegen Maßstäbe, schaltet wunderbar weich und nicht wahrnehmbar. Das Fahrwerk genügt höheren Komfortansprüchen, insbesondere außerhalb der Stadt werden viele Unebenheiten der Straße anstandslos ausgebügelt. Der hier serienmäßige Allradantrieb ist eher selten in diesem Segment, bietet aber die Jeep-typische Offroad-Fähigkeiten.

Grüne Welle: 5,7 Liter Diesel sind es in der Theorie, in der Praxis kommen rund eineinhalb Liter dazu.

Rosa Brille: Der Jeep macht was her, so rein äußerlich: Die wuchtige Optik mitsamt dem typischen Jeep-Gesicht und sieben Schlitzen im Grill hebt den Compass deutlich von der Konkurrenz ab.

Rotes Tuch: Das schlüssellose Öffnen des Compass‘ funktioniert nicht so reibungslos wie das Schließen – manches Mal zeigte sich das System bockig und sorgte per Alarmsirene für irritierte Blicke auf dem Parkplatz.

Schwarz auf weiß: Der günstigste Compass ist für 24900 Euro zu haben, der 140-PS-Diesel startet bei 31300 Euro, das Testmodell in üppiger „Limited“-Ausstattung und Extras wie Navi und Beats-Audiosystem würde 39860 Euro kosten.


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