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Dritte Generation des Touareg Neues Volkswagen-Flaggschiff auf Premium-Kurs

Von Frank Wald


Salzburg. Die dritte Generation des VW Touareg schließt mit modernsten Technik-Highlights und verblüffendem Infotainment zur Spitze des SUV-Segments auf.

Ist das noch ein Volkswagen? Die dritte Touareg-Generation, die Ende Juni zum Händler rollt, macht auf den ersten Kilometern klar, dass sie sich mit den Großen der SUV-Branche messen kann. Antriebe, Technologie, Fahrkomfort, Infotainment, in allen wesentlichen Punkten steuert das neue Flaggschiff der Wolfsburger auf Premium-Kurs. Leider auch beim Preis. Unter 60000 Euro ist das Spitzen-SUV vorerst nicht zu haben.

Allerdings liegt der Touareg damit – wie schon in der Vergangenheit – rund 5000 Euro unter vergleichbaren Konkurrenten wie Mercedes GLE 350d, BMW X5 30d oder Audi Q7 3.0 TDI. Und in diesen Gefilden darf man das neue Top-Modell der Wolfsburger durchaus einordnen, scheinen die Niedersachsen nach dem Aus ihres bisherigen Luxusliners Phaeton hier doch alles hineingepackt zu haben, was gut und teuer ist. Und noch mehr. Denn eine Infotainment-Schaltzentrale wie das neu entwickelte „Innovision Cockpit“ mit riesigen, glasüberbauten Bildschirmen (12-Zoll-Digital-Display hinterm Lenkrad und 15 Zoll großer TFT-Touchscreen in der Mitte) in brillanter Optik gibt es zurzeit selbst in den teuersten Modellen der heimischen Premium-Phalanx nicht.

Mit Wisch- und Weg-Gesten wie auf dem Smartphone lassen sich hier die Assistenz-, Fahrdynamik- und Komfortsysteme bedienen und ganz nach Belieben personalisieren. Dazu zählen neben der Wärmebildkamera „Nightvision“, ein Stau- und Baustellenassistent, eine Wankstabilisierung mit elektromechanischen Stabilisatoren, LED-Matrix-Scheinwerfer sowie ein in die Windschutzscheibe projiziertes Head-up-Display. Die dritte Touareg-Generation wurde um knapp acht Zentimeter auf 4,88 Meter gestreckt. Der ebenfalls verlängerte Radstand macht auch mehr Platz für Mensch und Material. Allein der Kofferraum etwa wuchs von 697 auf stolze 810 Liter und lässt sich durch die variabel um 16 Zentimeter verstellbare Rücksitzanlage weiter vergrößern.

Noch mehr Komfort

Ebenso wie die Vorgänger als technologische Speerspitze der Marke galten, setzt die dritte Generation noch stärker auf Komfort. So gibt es neben den bereits erwähnten Goodies erstmals Massagesitze samt Belüftung, dazu das bislang größte VW-Panorama-Schiebedach, Ambientelicht in 30 Farbtönen sowie drei spezielle Designpakete.

Zum Premium-Ambiente passt auch das Fahrerlebnis. Zur Markteinführung startet VW zunächst mit einem Drei-Liter-Sechszylinderdiesel. Der 286 PS starke 3.0 V6 TDI SCR 4Motion schiebt das knapp zwei Tonnen schwere Gefährt mit unaufgeregter Wucht souverän voran. Ungeachtet seiner Fülle wirkt der Wagen handlich und agil. Serienmäßig mit Allrandantrieb und Achtgang-Automatik ausgestattet lassen sich über einen Fahrerlebnisschalter verschiedene Straßen- und Offroad-Profile mit entsprechenden Einstellungen für die Assistenzsysteme anwählen. Ist die erstmals in einem VW verbaute Allradlenkung samt Luftfahrwerk an Bord, schlängelt der mächtige Trumm sogar stabil und flott wie ein Golf durch die Kurven. Schon bald soll eine schwächere Basisversion mit 231 PS, im Herbst ein 340 PS starker V6-Benziner sowie noch etwas später ein V8 mit 421 PS folgen.

Bleibt die Sache mit den Preisen. Ab 60675 Euro geht’s los. Doch allein das „Innovision Cockpit“ kostet 3500 Euro extra , die Allradlenkung inklusive Luftfederung 2850 Euro, die LED-Matrix-Scheinwerfer 1870 Euro und die Massagesitze 1260 Euro – ganz sicher kein Wagen mehr fürs gemeine Volk.