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Kleines SUV für die City Prickelnd, nicht bitter: Der Kia Stonic im Test

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Osnabrück. Kleine SUVs für den überwiegenden Einsatz in der Stadt liegen im Trend – was vor einigen Jahren noch Insidern vorbehalten war, ist heute Mainstream, in dutzendfach verschiedenen Ausführungen erhältlich. Vergleichbar mit dem Modegetränk Gin Tonic. Wie passend, dass Kias City-SUV ähnlich heißt. Im Test: der Stonic 1.0 T-GDI.

Grauer Alltag: Der Stonic gibt ein eindeutiges Versprechen ab, wenn man ihn auf der Straße sieht. Zumindest, wer ihn in einer knalligen Farbe, wie etwa dem fröhlichen „Floridagelb Metallic“ des Testmodells, erblickt: Spaß, Freude, etwas Außergewöhnliches und Freches kommt hier des Weges. Der Innenraum bietet zum Glück auch ganz praktische Vorteile. Das Platzverhältnis ist gut, vorne sitzt man sogar ausgesprochen kommod. Auf den hinteren Rängen geht es etwas beengter zu, doch drei Kinder, von denen zwei sogar im jugendlichen Alter sind, können durchaus mitfahren. Die Bedienung ist trotz der Vielfalt schlicht und nachvollziehbar, die Tasten eindeutig belegt und angenehm groß dimensioniert. Auch Ablagen gibt es in ausreichender Anzahl und Größe. Der Kofferraum fasst 352 bis 1155 Liter – was Durchschnittswerte sind –, bietet zwei Ladebodenhöhen. Die Handhabung des zusätzlichen Bodens ist aufgrund der Materialbeschaffenheit allerdings nicht ganz unproblematisch.

Ins Blaue fahren: Ein-Liter-Dreizylinder, das klingt nicht unbedingt nach Topmodell – ist es aber. Der anfangs knurrige, bei höheren Geschwindigkeiten aber angenehm laufruhige Dreizylinder gefällt, hält auch auf der Autobahn mit. In der Stadt geht es mit dem Stonic ohnehin gut gelaunt und entspannt von Ampel zu Ampel. Das trennt Tonic von Stonic: Beide sind prickelnd, aber nur das Tonic-Water ist bitter. Das Sechs-Gang-Getriebe lässt sich vorbildlich einfach bedienen.

Grüne Welle: Die fünf Liter aus der Theorie lassen sich in der Praxis kaum abbilden – mit rund anderthalb Litern mehr sollte man rechnen.

Rosa Brille: Der Stonic überzeugt mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Testwagen mit nahezu kompletter Ausstattung kostet 24320 Euro – da guckt die Konkurrenz wie nach einem tiefen Schluck aus der Tonic-Pulle.

Rotes Tuch: Das Versprechen, das der Stonic äußerlich gibt, kann er im nüchternen und schlicht anmutenden Cockpit nicht halten. Etwas mehr frecher Pep würde passen und dem Fahrzeug guttun.

Schwarz auf weiß: Der Einstieg (84 PS) kostet 15790 Euro; für den 120-PS-Benziner sind mindestens 18390 Euro fällig.


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