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Das bislang kleinste VW-SUV VW kann auch cool ‒ der T-Roc im Test

Von Lothar Hausfeld


Osnabrück. Volkswagen und cool – das war bislang in etwa so gegensätzlich wie ein schwarzer Schimmel oder eine schnelle Schnecke. Mit dem T-Roc, dem bislang kleinsten SUV der Marke, schaffen es die Wolfsburger endlich, frecher und pfiffiger zu agieren. Im Test: der 190 PS starke Benziner mit Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb.

Grauer Alltag: Kofferraumgröße (elektrisch: 395 Euro) und Platzangebot sind in Ordnung, sortieren sich im Segment unauffällig ein. Die Bedienung sticht dagegen heraus: Sie schafft den Spagat zwischen unaufgeregt, eindeutig und qualitativ hochwertig auf der einen Seite sowie digital-modern auf der anderen Seite. Das zentrale Active Info Display (500 Euro) kann vielfältig individualisiert werden, zeigt deutlich mehr an als Tacho und Drehzahl, der große Touchscreen mit Annäherungssensorik (440 Euro) birgt unendliche Info- und Einstellungsmöglichkeiten. Am Ende jeder Fahrt bekommt der Fahrer zudem eine Zusammenfassung des soeben abgespulten Kilometerpensums angezeigt.

Ins Blaue fahren: Die Fahrprofilauswahl (Serie bei Ausstattungslinie „Sport“) sorgt in Kombination mit dem adaptiven Fahrwerk (1045 Euro) für spürbare Unterschiede bei den verschiedenen Fahrmodi. Die 190 PS halten sich allerdings zumeist bedeckt, lediglich im „Sport“-Modus wird der Zwei-Liter-Benziner bissig. Das hier serienmäßige Sportfahrwerk federt recht trocken, im „Comfort“-Modus lässt es sich allerdings auch auf langen Strecken entspannt reisen. Im „Eco“-Modus wirkt die Fuhre recht schwerfällig, im „Offroad“-Modus schlägt sich der T-Roc tatsächlich wacker im Matsch und Schlamm. Er kann eben nicht nur schön aussehen.

Grüne Welle: 6,8 Liter auf dem Prüfstand kann man auf der Straße im Idealfall in 7,5 Liter umsetzen – allerdings nur mit ganz viel Geduld.

Rosa Brille: Die Optik des T-Roc ist wirklich gelungen; zeigt endlich mehr Mut zu klarer Kante – was hier mal über langweiligen Mainstream hinausgeht. Details wie Zweifarb-Lackierungen und Farbtupfer im Innenraum ergänzen das prima.

Rotes Tuch: Der Druck auf die Sitzheizungstaste aktiviert immer auch die Lenkradheizung, die dann wieder deaktiviert werden muss. Ärgerlich.

Schwarz auf weiß: Der günstigste T-Roc (115 PS) startet bei 20390 Euro; den 190-PS-Benziner gibt‘s nur in der höchsten Ausstattungslinie „Sport“ (mit dennoch magerer Serienausstattung) ab 30800 Euro. Wer Komfort und Technik an Bord will, muss reichlich Extras ordern – der Test-T-Roc landete knapp unter 40000 Euro.