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Neues SUV-Flaggschiff von VW Der Phaeton ist tot, es lebe der Touareg!.

Von Frank Wald

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Peking. VW hat in Peking den neuen Touareg enthüllt. Mit elegantem Design, neuem Infotainment-System und jeder Menge Luxus setzt sich das Oberklasse-SUV an die Spitze des Modellprogramms.

VW hat ein neues Flaggschiff. Nach dem endgültigen Aus der Luxuslimousine Phaeton krönen die Wolfsburger nun ihren Touareg zum neuen Oberhaupt der Modellpalette. Enthüllt wurde die Neuauflage am Freitag bezeichnenderweise in Peking, gehört doch China inzwischen zum größten Absatzmarkt für das große SUV, von dem VW seit 2002 fast eine Million Exemplare unters Volk gebracht hat. Die dritte Generation präsentiert sich mit gewachsenen Dimensionen, jeder Menge Luxus sowie einem Cockpit- und Infotainment-System, bei dem selbst sogenannte Premiumhersteller blass aussehen.

Mit 4,88 Meter rund acht Zentimeter länger, vier Zentimeter breiter und mit 1,70 Meter minimal niedriger duckt sich die Neuauflage über den Asphalt. Das schafft dynamische Proportionen, und größere Geräumigkeit. Das Kofferraumvolumen wuchs von 697 auf 810 Liter. Dennoch wiegt die Karosse durch einen Alu-Stahl-Mix 106 Kilogramm weniger.

Trotz üppiger Dimensionen wirkt das neue SUV-Flaggschiff weder wuchtig noch aufdringlich, eher elegant und stattlich. Front, Flanken und Heck wurden von VW-Chefdesigner Klaus Bischoff und seinem Team zu einer harmonischen Einheit verschmolzen.

Highlight und Hingucker im Wortsinn ist das neue „Innovision Cockpit“, das mit einem 12 Zoll großen Digital-Display hinterm Lenkrad und einem (fast) nahtlos daran anschließenden, leicht zum Fahrer gebogenem 15-Zoll-Touchscreen eine durchgängige gläserne Instrumententafel darstellt. Die digitale Schaltzentrale, dessen Bildschirmansicht intuitiv und individuell über Funktionsleisten und -kacheln personalisiert werden kann, vereint alle Komfort-, Assistenz- und Infotainmentsysteme und nimmt es in Sachen Funktionalität und Bedienbarkeit spielend mit den S-Klassen dieser Welt auf.

Jede Menge Luxus an Bord

Das gilt ebenso für das Ambiente und den Luxus an Bord. Es gibt offenporiges Echtholz, pflanzlich gegerbtes Leder, edle Alu- und Chromdetails, Ambientebeleuchtung mit 30 optionalen Lichtfarben. Hinzu kommen Massagesitze, Vier-Zonen-Klimaautomatik, WLAN, Head-up-Display, selbstlernende Navigation, 730-Watt-Dynaudio-Soundsystem mit 14 Lautsprechern sowie eine um 16 Zentimeter verschiebbare Rücksitzanlage.

Auch Assistenzsysteme hat laut VW Sprecher Martin Hube zurzeit „kein anderer Hersteller mehr im Angebot“, darunter neben bekannten Helferlein zum Spur halten und wechseln oder dem automatischen Einparken mit und ohne Anhänger auch ein Stau- und Kreuzungsassistent, LED-Matrixscheinwerfer sowie ein Infrarot-Nachsichtgerät.

Während die meisten der neuen Features nur gegen Aufpreis zu bekommen sein werden, sind Allrandantrieb und Achtgang-Automatikgetriebe stets serienmäßig an Bord. Auch nur gegen Extra-Euros ist eine weiter entwickelte Luftfederung sowie eine Fahrprofilauswahl mit je fünf einstellbaren On- und Offroad-Profilen zu haben. Für Fahrkomfort und zusätzliche Dynamik sorgt ein aktiver Wankausgleich sowie die neue Allradlenkung.

Starten wird der neue VW Touareg in Europa zunächst nur mit 3,0-Liter-Turbomotoren. Zwei V6-Diesel mit 231 und 286 PS mit bulligen 500 und 600 Nm Drehmoment machen den Anfang. Im Herbst soll ein 340 PS starker V6-Benziner mit 450 Nm Drehmoment folgen und zum Ende des Jahres ein 4,0 Liter großer V8-Diesel mit 421 PS und gewaltigen 900 Nm Drehmoment. Auch ein Plug-in-Hybrid mit 367 PS Systemleistung ist geplant, allerdings vorerst nur für China. Die Preise sind noch nicht bekannt, werden aber wohl nicht unter 50000 Euro beginnen – Königsklasse halt.


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