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In dritter Generation Designerstück frisch gebügelt – der Mercedes CLS

Von Jan Wrege

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Barcelona. Mercedes-Benz setzt bei der dritten Generation des CLS auf optischen Purismus und Elektro-Schub für die Verbrennungsmotoren.

Vor 14 Jahren etablierte Mercedes das Coupé mit vier Türen, flachem Dach und langer Haube. Der CLS ist seither in der Luxusnische einer der Coolsten, der etliche Nachahmer fand. Nun kommt die dritte Generation der Coupé-Limousine – noch eleganter und noch sportlicher. Zum Marktstart am 17. März gibt es ausschließlich Sechszylindermotoren (ab 68130 Euro), aber wir verraten hier schon mal, dass es sich lohnen kann, auf einen formidablen Vierzylinder zu warten.

Zwei Design-Maßnahmen sorgen für eine erfrischende Erscheinung des 4,99 Meter langen Fahrzeugs. Die eine besteht im Verzicht auf wilde Sicken und Kanten, die andere in einer leicht vorgeneigten Front – glatte Flächen und aggressive „Haifischnase“ harmonieren wunderbar.

Dick aufgetragen

Innen wird dick aufgetragen mit Lüftungsturbinen, die ihre Farbe mit der Temperatur der ausströmenden Luft wechseln. Materialauswahl und Verarbeitung sind indes über alle Zweifel erhaben. Die Bedienung fällt leicht, nur die Massagefunktionen der hervorragenden Sitze sollte man sich nicht mühsam aus einem Bildschirmmenü fummeln müssen. Vieles erinnert an die neue S-Klasse. Auch der CLS bietet Programme, die mittels spezieller Steuerung von Beduftung, Heizung, Belüftung, Licht und Musik das Wohlbefinden heben sollen.

Die Reihen-Sechszylinder, alle mit 3,0 Litern Hubraum, Neun-Gang-Automatik und Allradantrieb, verrichten ihren Dienst, wie man es vom Haus erwartet. Die Diesel mit 286 PS und 340 PS laufen geschmeidig, kraftvoll und leise. 600 und 700 Nm Drehmoment bringen reichlich Schub beim Überholen und Einfädeln. Dank der Zertifizierung EU6d-Temp – überprüft auch im realen Straßenbetrieb – sind Fahrverbote für diese modernen Selbstzünder kein Thema. Die 367 PS starke Benzin-Version ist als Mildhybrid mit 48-Volt-Bordnetz konzipiert. Ein integrierter Startergenerator (ISG) ersetzt Anlasser und Lichtmaschine und hilft mit Rekuperation beim Spritsparen. Der Fahrer spürt diese Technik beim Beschleunigen, wenn der ISG 22 Extra-PS spendiert. So fällt der Verzicht auf V8-Motoren etwas leichter. Auch die AMG-Version CLS 53 mit 435 PS kommt mit sechs Töpfen bestens aus.

Besonders beeindruckthat uns der Vierzylinder, der im Sommer als CLS 350 kommt. Wir fuhren das Vorserienmodell und konnten kaum glauben, dass hier „nur“ ein 2,0-Liter-Benziner am Werk war. 300 PS plus 14 aus dem Startergenerator machen aus dem CLS ein sehr munteres Auto, das in engen Serpentinen mit reinem Heckantrieb etwas nervöser reagierte als die großen 4Matic-Brüder – macht aber Riesenspaß. Zumal der „Kleine“ von seiner Arbeit miteinem kernigen Knurren kündet und ziemlich überzeugend vorgibt, viel größer zu sein.


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