Ihr regionaler Kfz-Markt

Zweite Generation Wie ein Sofa auf Rädern ‒ der Citroën C4 Cactus

Von Wolfgang Wieland

Meine Nachrichten

Um das Thema kfz-welt Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Marseille. Mit der Einführung des frechen C4 Cactus bewies Citroën vor rund vier Jahren eine ganze Menge Mut. Nach der Überarbeitung ist aus dem kleinen SUV eine nicht mehr ganz so auf Krawall gebürstete Kompakt-Limousine geworden.

Mann, war der frech, Mann! Als Citroën im März 2014 den kleinen Crossover-SUV namens C4 Cactus auf dem Genfer Autosalon präsentierte, staunten die Fans der französischen Marke nicht schlecht. So putzig verschmitzte Schlitzaugen und vor allem die seitlich verbauten Airbumps, als Rammschutz geeignete Luftpolster mit Polyurethanummantelung, so etwas hat die automobile Welt noch nicht gesehen.

Jetzt, genau vier Jahre später, reiben wir uns erneut die Augen, denn die Franzosen hat offensichtlich der Mut verlassen und den praktischen Schutz vor Beulen und Kratzern nun nur noch ganz flach, auf Höhe der Türschweller montiert. Ab dem 14. April steht der 4,17 Meter lange Fünftürer zu Preisen ab 17490 Euro beim Citroën-Händler.

Fliegender Teppich

Der kleine Cactus sieht nun noch immer nicht brav aus, aber irgendwie rundum beliebig, nicht mehr so auf Krawall gebürstet. Auch ein SUVchen will er nicht mehr sein, man spricht hier jetzt von einer Kompakt-Limousine mit ganz viel Komfort. Das mit dem Komfort stimmt so auch, denn die beiden Sitze in der ersten Reihe kommen als windelweiche Sofas daher und die neue, ölgelagerte Hydraulik-Federung schluckt in der Tat so einiges. Beim Überfahren von bulligen Buckeln und im leicht welligen Gelände merkt auch ein geschundener Rücken fast nichts von den Unebenheiten und auch beim berühmten Kaffeetassen-Test schwappt hier nichts über. Respekt für das Feeling des fliegenden Teppichs! Leider bieten die hübsch abgesteppten und höhenverstellbaren Sitze in Kurven keinerlei Seitenhalt.

Drei Motoren stehen zur Wahl, zwei Benziner mit jeweils drei Zylindern, 110 PS und 131 PS. Dazu kommt noch ein Vierzylinder-Diesel mit 99 französischen Pferdchen unter Haube. Bei dem 110-PS-Benziner kann man für 1650 Euro Aufpreis statt des Fünfgang-Schaltgetriebes eine Sechsgang-Automatik bekommen, bei allen anderen muss man in jedem Fall selbst per Hand die fünf oder sechs Vorwärtsgänge schalten. Beim Verbrauch halten sich alle Triebwerke angenehm zurück. Die Benziner süffeln im Schnitt so um die fünf Liter Super auf 100 Kilometern, der Diesel braucht etwa einen Liter weniger.

Komfortabel und kompakt

Der Kofferraum hat nahezu quadratisch-praktische Abmessungen und ein Volumen von mindestens 358 Litern. Nach dem Umklappen der Rücksitze, sind es 1170 Liter. Leider erschwert die sehr hohe Ladekante das Be- und Entladen.

Fazit: Ein wirklich komfortabler Kompaktwagen mit einigen Eigenheiten, die aber als französisch-sympathisch durchgehen können.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN