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Neues Modell ab Anfang März Ewig lockt das SUV: der neue Volvo XC40 im Test

Von Lothar Hausfeld


Berchtesgaden. Als Volvo vor zwölf Jahren seine Modellpalette nach unten ausbauen wollte, brachte man mit dem C30 einen kompakten Golf-Gegner, der mittlerweile nicht mehr gebaut wird. Im Jahr 2018 wählt man ein SUV zur Abrundung des Programms.

Nach XC90 und XC60 soll nun der XC40 ab Anfang März der schwedischen Marke viele neue Kunden bringen und schon bald zum wichtigsten Modell bei uns werden.

Die Zutaten stimmen auf jeden Fall schon einmal: SUV-typisch höhere Sitzposition, mit 4,42 Metern Länge in der Stadt problemlos beherrschbar, eine schicke und eigenständige Optik, erstklassige Verarbeitung und hochwertige Materialien, erstaunlich viel Platz und noch mehr Ablagen im Innenraum – das bislang kleinste SUV der Schweden hat durchaus das Rüstzeug, um ein Bestseller zu werden.

Anders als der XC60, der ein kleinerer XC90 ist, gibt sich der XC40 nur bedingt als geschrumpfte Ausgabe des XC60. Insbesondere die Seitenansicht mit einer markanten Haifischflosse an der C-Säule dokumentiert Eigenständigkeit, die Möglichkeit zur Zwei-Farb-Lackierung mit abgesetztem Dach weiß ebenfalls zu gefallen.

Zum Marktstart gibt es den XC40 mit zwei Motoren, einem 190-PS-Diesel sowie einem 247 PS starken Benziner, den beiden Top-Motorisierungen. Der dadurch bedingte recht hohe Einstiegspreis von knapp 45000 Euro wird daher im Laufe der nächsten Monate noch deutlich sinken, wenn die kleineren Aggregate verfügbar sind.

Der D4 genannte Dieselmotor ist vielleicht nicht der leiseste seiner Zunft, schafft es aber, dass sich der 1,8 Tonnen schwere Allradler deutlich leichter und leichtfüßiger anfühlt. Das Platzangebot ist überraschend großzügig, die Anzahl der Ablagen geradezu gigantisch. Pfiffig: Ein kleiner Mülleimer in der großzügig bemessenen Mittelablage schluckt all den Abfall, der bei langen Fahrten im Auto so anfallen kann.

Neben dem großen Touchscreen im Hochkant-Format, über den zahllose Einstellungen vorgenommen und Informationen abgerufen werden können, weiß mal wieder die Sicherheit an Bord zu überzeugen. Zahllose Assistenten sind bereits ab Werk an Bord. So warnen aufmerksame Helfer davor, in den Gegenverkehr zu geraten, auf den möglicherweise unbefestigten Seitenstreifen zu rutschen, vor Kollisionen mit anderen Fahrzeugen, Fußgängern, Radfahrern, Wildtieren oder vor Gegenverkehr an der Kreuzung beim Linksabbiegen.

Per Aufpreisliste lassen sich zahlreiche weitere Systeme dazubuchen, so dass man den XC40 sogar bis zu einem teilautonomen Fahrzeug aufrüsten kann: Der Tempomat hält selbstständig Abstand und Geschwindigkeit, der Pilot Assist wacht darüber, dass das Fahrzeug alleine die Spur hält. Allerdings darf der Fahrer nur einige Sekunden die Hände vom Lenkrad nehmen, dann wird er daran erinnert, wer der eigentliche Fahrzeugführer ist.

Volvo rechnet vor allem mit jungen Paaren als Käufer – die werden vermutlich den Start der kleineren Motoren abwarten – etwa auf den Einstiegsmotor, einen 156 PS starken Dreizylinder, der im Laufe des Jahres den Einstiegspreis auf 31350 Euro absenkt. Und so das SUV noch verlockender macht.