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Neue Stiko-Empfehlung Stiko empfiehlt Vierfach- Grippeimpfstoff

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Osnabrück. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt zum Schutz gegen saisonale Influenza künftig einen quadrivalenten Grippeimpfstoff. Die Empfehlung des Vierfach-Grippeimpfstoffes hat das Gremium am 14. November beschlossen. Bislang war die Standard-Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch -Institut zum saisonalen Grippeschutz der Dreifach-Grippeimpfstoff.

Die neue Empfehlung tritt im Februar 2018 mit der Publikation im „Epidemiologischen Bulletin“ in Kraft. Binnen drei Monaten nach der Veröffentlichung muss der Gemeinsame Bundes¬ausschuss (G-BA) dann entscheiden, ob die Vierfach-Grippeimpfung Pflichtleistung der Gesetzlichen Krankenkassen wird. Bei einer positiven Entscheidung würde der Vierfach-Impfstoff voraussichtlich ab der Grippesaison 2018/19 allen Personen zustehen, für die die saisonale Influenzaimpfung von der Stiko empfohlen wird. Dazu zählen Menschen ab 60 Jahren, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, chronisch Kranke wie Diabetiker, Schwangere und medizinisches Personal.

Bisher ist nur die preiswertere trivalente (dreifach) Influenza-Impfung Kassenleistung, die vor zwei A-Stämmen und einem B-Stamm des Influenzavirus schützt. Der teurere Vierfach- Impfstoff bietet vorausgesetzt, der zusätzliche Typ kursiert überhaupt, einen zusätzlichen Schutz.

Dreifach- Grippeimpfstoff

  • Der für die aktuelle Grippesaison angepasste Dreifach- Grippeimpfstoff setzt sich zum Beispiel aus:
  • A/Michigan/45/2015 (H1N1) – ähnlicher Stamm
  • A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2) – ähnlicher Stamm
  • •B/Brisbane/60/2008 – ähnlicher Stamm zusammen.

Verordnungsfreiheit

Der quadrivalente Impfstoff der aktuellen Grippesaison bietet darüber hinaus einen Schutz vor dem Influenzaviren B/Phuket/3073/2013. Für diesen Impfstoff haben Ärzte derzeit in den meisten Bundesländern nur bei Privatversicherten oder Selbstzahlern Verordnungsfreiheit. Überall können Vierfach-Grippeimpfstoffe bei GKV-Versicherten eingesetzt werden, wenn die Menschen über 60 Jahre alt sind oder eine spezielle medizinische Indikation vorliegt, die der Arzt dokumentieren muss.


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