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Neue Verkehrsregeln gelten Handy am Steuer, Navi programmieren: Härtere Strafen drohen

Ab dem heutigen 19.Oktober gilt ein verschärftes Handyverbot am Steuer. Foto: Imago/ImagebrokerAb dem heutigen 19.Oktober gilt ein verschärftes Handyverbot am Steuer. Foto: Imago/Imagebroker

Osnabrück. Am Donnerstag, 19. Oktober 2017, sind einige Änderungen der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten. Die verschärften Regeln betreffen das Bilden einer Rettungsgasse sowie das Telefonieren und Tippen und die Vermummung am Steuer. Die Strafen für Verstöße steigen zum Teil drastisch.

Wie test.de berichtet wurde vor allem das Handy-Verbot erweitert und verschärft. Künftig sei jede Ablenkung durch jedes elektronische Gerät verboten, heißt es. Das gelte zum Beispiel auch bei der Eingabe des Ziels im Navigationsgerät. Geräte dürften nur noch bedient werden, wenn dafür „nur eine kurze Blickzuwendung“ ausreiche. Eine Ausnahme gebe es nur dann, wenn der Wagen stehe und der Motor vollständig abgeschaltet sei. Nicht ausreichend sei ein Stopp vor einer Ampel. Dies gelte auch, wenn eine Start-Stopp-Automatik den Motor abschalte. Allerdings gibt es hierzu auch andere Auffassungen. Auch test.de betont: „Welche Bedienung genau noch erlaubt oder schon verboten ist, lässt sich kaum sagen.“

Erlaubt bleibt laut test.de ein kurzer Blick (wie auf den Tacho) und die einem einfachen Tastendruck entsprechende Bedienung. Alles, was darüber hinaus gehe, sei verboten. Das gilt nicht nur für externe Geräte wie Smartphones oder Navigationsgeräte, sondern auch für ins Auto eingebaute Musik-, Navigations- und sonstige Geräte. Verboten ist es ab dem 19. Oktober 2017 auch, Navigationsgeräte ohne Sprachsteuerung erst während der Fahrt zu programmieren. Verstöße werden im schlimmsten Fall mit bis zu 200 Euro Strafe und einem Monat Fahrverbot geahndet.

Teurer werden auch Verstöße gegen die Pflicht, bei Stau eine Rettungsgasse freizuhalten und Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn sofort freie Bahn zu machen. Statt bislang 20 Euro kann der Gesetzgeber für Verstöße bis zu 320 Euro und einen Monat Fahrverbot verlangen.

Auch für die Bekleidung hinter dem Steuer gibt es neue Vorschriften. Autofahrer dürfen ihr Gesicht nicht mehr verhüllen. Sie sollen auf Blitzerfotos identifizierbar sein. Ausnahmen sind nur Schutzhelme bei Motorrädern und anderen Fahrzeugen, bei denen es eine Helmpflicht gibt. Bei Verstößen drohen Geldbußen in Höhe von 60 Euro.

Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums


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