Erleuchtung aus dem Blumentopf Wie wurde die Taschenlampe erfunden?

Dank Taschenlampe ist heimliches Lesen unter der Bettdecke möglich. Foto: imago/Westend61Dank Taschenlampe ist heimliches Lesen unter der Bettdecke möglich. Foto: imago/Westend61

Osnabrück. Wer brachte einst die Taschenlampe auf den Markt, damit uns das Licht unterwegs nicht ausgeht?

Vor den Eltern versteckt, noch heimlich bis spät in die Nacht unter der Bettdecke lesen – das wäre einst ohne sie nicht möglich gewesen: die Taschenlampe. Und müssten wir heute in der dunklen Jahreszeit noch mit Kerzenhalter in der Hand am frühen Morgen oder Abend unseren Weg zur Garage suchen, könnte das im Herbstwind ganz schön anstrengend werden. Licht zum Mitnehmen, ohne dass Kerzenwachs auf die Kleidung tropft oder es plötzlich ausgeht, das ist schon eine Erfindung, die man nicht mehr missen möchte.

Illuminierte Pflanze

Es war der russische Auswanderer Akiba Horowitz, der Anfang des 20. Jahrhunderts in New York sein Glück finden wollte. Nachdem er zunächst in seiner neuen amerikanischen Heimat seinen Namen in Conrad Hubert (1856–1928) geändert hatte, suchte er nach einer passenden Geschäftsidee.

Die Erleuchtung brachte ein Blumentopf. Den hatte ein Erfinder mittels Stabbatterie, Röhre und Lämpchen an der Spitze, die in der Blumenerde steckten, von innen beleuchtet. Hubert kauft ihm das Patent für diesen Einfall ab. Doch die illuminierte Pflanze erwies sich damals nicht als Verkaufsschlager. Im Gegenteil. So ließ Hubert kurzerhand den Blumentopf Blumentopf sein.

Happy End für die Leuchte aus dem Topf

Er nutzte stattdessen nur das elektrische Licht am Stab, fügt einen Ein- und Ausschalter hinzu und ließ sich das Ganze 1903 als tragbares elektrische Licht patentieren – und landete damit endlich einen Verkaufsschlager. Ein Happy End also für die Leuchte aus dem Blumentopf. Doch angesichts der unzähligen LED-Lichter, die heute so im heimischen Garten oder auf dem Balkon zum Einsatz kommen, wissen wir: Auch die Idee eines leuchtenden Blumentopfs hat – wenngleich anders als gedacht – doch noch seine Anhänger gefunden.


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