Bis zu vier Euro pro Übernachtung Ab 1. Januar 2018: Griechenland führt Touristensteuer ein

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Blick auf die griechische Insel Santorin. Foto:Imago/BlickwinkelBlick auf die griechische Insel Santorin. Foto:Imago/Blickwinkel

Osnabrück. Ab dem 1. Januar 2018 will die griechische Regierung Touristen mit einer sogenannten Aufenthaltssteuer zur Kasse bitten. Die Touristensteuer kann bis zu vier Euro pro Hotelübernachtung betragen.

Die neue Touristenabgabe orientiert sich an dem Vorbild der Balearen: Dort wird bereits seit Juli dieses Jahres eine zusätzliche Touristensteuer für Übernachtungen eingezogen. In der Höhe richtet diese sich nach der Art der Unterkunft.

Das wird ab dem 1.Januar 2018 auch in Griechenland der Fall sein: Eine Übernachtung im Ein- bis Zweistern-Hotel wird dort 0.50 Euro kosten, drei Sterne schlagen mit 1.50 Euro pro Nacht und Zimmer zu Buche. Gäste im Vierstern-Hotel bezahlen drei Euro und im Luxushotel werden vier Euro fällig. Die Steuer soll auch für Übernachtungen in Ferienwohnungen erhoben werden. Das bestätigte die griechische Fremdenverkehrszentrale in Frankfurt gegenüber der Fachzeitschrift „FVW“.

Griechenland: Ab 2018 müssen Urlauber Aufenthaltssteuer zahlen

Proteste der Tourismusbranche

Ein entsprechendes Gesetzespaket war trotz heftiger Proteste der Tourismusbranche bereits im Mai 2016 beschlossen worden. Die Branche fürchtet, dass eine zusätzliche Übernachtungssteuer die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Tourismusindustrie gefährdet.

Die zusätzlichen Abgaben sollen dazu beitragen, die Staatsverschuldung weiter abzubauen. Bereits im Oktober 2015 war die Mehrwertsteuer im touristischen Bereich in Griechenland von 6,5 auf 13 Prozent angehoben worden, bei Restaurantleistungen verdoppelte sie sich sogar von 13 auf 26 Prozent. Zudem waren einige Steuervergünstigungen für die griechischen Inseln weggefallen.

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