Depression, Herzrasen, Panik Macht die Hormonspirale psychisch krank?

Macht die Hormonspirale psychisch krank? Untersuchungen von Wissenschaftlern aus Rotterdam legen diesen Verdacht nahe. Foto:colourbox.deMacht die Hormonspirale psychisch krank? Untersuchungen von Wissenschaftlern aus Rotterdam legen diesen Verdacht nahe. Foto:colourbox.de

Osnabrück. In den USA klagen rund 2.600 Anwenderinnen gegen den Bayer-Konzern, hierzulande prüft die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA), welcher Zusammenhang zwischen Hormonspiralen und psychischen Problemen besteht. Wie gefährlich ist das Verhütungsmittel wirklich?

Wenig Zeit? Am Ende des Textes finden Sie eine Zusammenfassung. Rebekka H.* war bereits 38 Jahre alt, als ihre Tochter zur Welt kam. Da für sie klar war, dass es keinen weiteren Nachwuchs geben sollte, ließ sie sich eine Hormonspirale eins

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Die Hormonspirale ist in Deutschland seit 1996 zugelassen. Sie besteht aus einem etwa drei Zentimeter langen T-förmigen Kunststoffkörper, der nach der Einlage in die Gebärmutter das künstliche Gelbkörperhormon Levonorgestrel abgibt. Der Wirkstoff wird konstant in sehr kleinen Mengen an den Körper abgegeben. Auch wenn oft angegeben wird, dass die Spirale lokal wirkt: Der Wirkstoff gelangt über den Blutkreislauf in den gesamten Körper. Neben sehr häufigen, in erster Linie körperlichen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Ausbleiben der Monatsblutung werden als häufige Nebenwirkungen Depression, Migräne, Nervosität, verringerter Geschlechtstrieb, Akne, Rückenschmerzen, Gewichtszunahme und übermäßiger Haarwuchs angeführt.

Die Kosten für eine Hormonspirale, die etwa fünf Jahre lang im Körper der Anwenderin bleibt, betragen etwa 280 bis 350 Euro. Marktführer in dem Bereich Hormonspirale ist der Pharmakonzern Bayer, der die Hormonspiralen Mirena, Jaydess und Kyleena (erst seit Mai auf dem Markt 2017) herstellt.

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