Girokonten vergleichen So finden Schüler und Studenten das passende Konto

Von Max Geißler

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Mit der Girocard lässt sich an den Automaten der eigenen Bankengruppe kostenlos Geld abheben. Foto: dpaMit der Girocard lässt sich an den Automaten der eigenen Bankengruppe kostenlos Geld abheben. Foto: dpa

Schondorf. Banken und Sparkassen bieten oft gebührenfreie Girokonten für Schüler und Studenten. Die Bedingungen sind jedoch sehr unterschiedlich. Vor dem Semesterstart gilt es vor allem die Kosten für Kreditkarten und Dispozinsen zu vergleichen, Altersbeschränkungen zu prüfen und die Bargeldversorgung zu checken.

Altersgrenze: Bei der Eröffnung eines Jugendkontos sind zwei Dinge wichtig: Das Alter des Jugendlichen und die Altersgrenze, bis zu der das Konto keine Pauschale kostet. Schülerkonten starten meist ab dem siebten Lebensjahr. Zur Kontoeröffnung ist die Unterschrift der Eltern nötig. Ab 18 können junge Erwachsene dann eigenständig agieren. Jugendkonten sind meist gebührenfrei, schließlich sind Kinder die Bankkunden von morgen. Ab einem bestimmten Alter ist das jedoch oft anders. Angehende Studenten müssen aufpassen, denn die Studienzeit kann sich bekanntlich hinziehen. In der Regel verzichten Banken bis zum 24. oder 26. Lebensjahr auf Gebühren. Studentenfreundlich zeigt sich die Sparkasse Osnabrück, die für das Girokonto Basis bis maximal 30 Jahre keine Monatspauschalen erhebt. Das Konto „Campus GiroStart“ der Santander Bank gibt es sogar bis 31 gratis. (Hier geht es zur Langfassung dieses Textes)

Tipp: Das Alterslimit lässt sich mit Direktbanken umgehen. Da Institute wie DKB, ING-Diba oder Comdirect generell keine Pauschalen für ihre Girokonten erheben, bleibt das Girokonto auch nach Überschreiten der Altersgrenze gebührenfrei. Das gleiche gilt für die Konten der Sparda-Bankengruppe.

Bargeld im Inland: Schüler und Studenten können mit ihrer Kontokarte oder mit der Girocard innerhalb des eigenen Bankenverbunds kostenlos Bargeld ziehen – etwa beim Sparkassenverbund, bei den Volks- und Raiffeisenbanken oder der Cashgroup. Ein betreffender Geldautomat sollte daher in der Nähe des Wohnorts sein. Ist das nicht der Fall, lässt sich in vielen Supermärkten oder Tankstellen mit der Girocard kostenlos Bargeld abheben. Ab einem Einkauf von 20 Euro zahlt der Kassierer bis zu 200 Euro aus. Bei Banken wie der DKB geht dies sogar schon mittels Smartphone-App.

Dispokredit: Bei minderjährigen Kontoinhabern laufen Jugendkonten auf Guthabenbasis. Ab 18 ist das anders. Die Studentenkonten von Santander Bank und ING-Diba ermöglichen beispielsweise bis zu 500 Euro Dispokredit, das „Junge Konto“ der Deutschen Bank bis zu 1.000 Euro und das „Junge-Leute-Konto“ der Stadtsparkasse München sogar 2.500 Euro. Allerdings sollte der Kreditrahmen besser nicht allzu großzügig ausfallen – schließlich ist es mit geringem Geldeingang schwierig, ein größeres Minus wieder auszugleichen.

Dispozinsen: Wer sein Konto öfter überzieht, sollte auf niedrige Dispozinsen achten. Neben Direktbanken stechen hier vor allem die PSD Banken heraus, die oft nur sechs bis acht Prozent Zinsen berechnen, zum Beispiel die PSD Banken Rhein Ruhr, Nürnberg und Westfalen-Lippe. Großbanken wie Commerzbank und Hypovereinsbank sowie die meisten Sparkassen liegen hingegen oft bei über zehn Prozent.

Auslandssemester: Wer nach dem Abi als Au Pair ins Ausland geht oder ein Auslandssemester anstrebt, der benötigt häufig eine Kreditkarte. Wichtiges Auswahlkriterium sind hierbei die Gebühren fürs Geldabheben. Verbraucherfreundlich sind Consorsbank, Comdirect und Norisbank, die über die Kreditkarten weltweit Bargeld zum Nulltarif ermöglichen. Europaweit klappt dies mit den Karten von ING-Diba sowie der Volkswagen Bank. Alle diese Banken verzichten bei ihren Kreditkarten auf Jahrespauschalen.


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