Gartentipp Tierfreundliche Tipps gegen Schnecken

Von dpa

Auch wenn es eklig ist, der beste und tierfreundlichste Tipp gegen Schnecken ist, diese abzusammeln - und weit weg wieder auszusetzen. Foto: Jens Schierenbeck/dpaAuch wenn es eklig ist, der beste und tierfreundlichste Tipp gegen Schnecken ist, diese abzusammeln - und weit weg wieder auszusetzen. Foto: Jens Schierenbeck/dpa

Veitshöchheim. Wenn es um Schnecken geht, kennen viele Hobbygärtner keine Tierliebe. Die Bierfalle gilt als der Klassiker unter den Tipps gegen gefräßige Schnecken im Garten. Es gibt aber auch umweltfreundliche Methoden.

Die Bierfalle, auch das Überbrühen mit heißem Wasser oder das Durchschneiden mit der Schere sind oft gehörte Ratschläge gegen Schnecken im Garten. Das ist natürlich eine Qual für die Tiere. Und der Nutzen dieser Methoden ist auch umstritten. Der Biergeruch zum Beispiel kann überhaupt erst viele Schnecken ins Beet locken, erläutert das Bundeszentrum für Ernährung in Bonn. Und nur ein geringer Teil der Schnecken falle in die im Boden vergrabenen Becher mit dem Bier, dafür aber auch andere nützliche Insekten.

Die einfachste und umweltfreundlichste Methode gegen die Schneckenplage im Garten ist das Absammeln der Tiere vom Beet. Das gelinge gut in der Dämmerung, erklärt die Bayerische Gartenakademie. Die Alternative ist, die Schnecken schon bei der Gartenplanung zu bedenken. Denn die richtige Bepflanzung verhindert deren Zug ins Beet.

Vier Tipps:

  • Blätter und Ziegel auslegen: Es lohnt sich, den Tieren vor dem Absammeln Blätter von Salat, Kohl und Rhabarber auszulegen. Auch auf Tagetes stehen die Tiere. Oder man gibt ihnen vermeintliche Versteckmöglichkeiten wie Dachziegel oder Bretter ins Beet. Hier sammeln sich viele Schädlinge, und der Hobbygärtner kann schnell eine Vielzahl aus dem Garten entfernen. Der Tipp der Gartenakademie: Die Tiere ziehen algenbewachsene Ziegel und morsches Holz vor.
  • Kräuter pflanzen: Intensiv riechende Kräuter am Beetrand können Schnecken abschrecken. Dazu gehören Rosmarin und Thymian, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auch Bart-Nelken und Fingerhut, Tomaten und Kartoffeln haben laut Bundeszentrum für Ernährung Inhaltsstoffe oder harte und behaarte Blätter und Triebe, die die Schnecken verschmähen.
  • Grenzstreifen bauen: Eine Umrandung mit Kies, Sand oder Sägespänen um das Beet schützt die Pflanzen vor den Tieren. Diese können auf dem rauen und trockenen Material nicht kriechen, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung. Allerdings müssen bei Regen die Tiere doch abgesammelt und gegebenenfalls sogar die Barrieren erneuert werden.
  • Schneckenzaun aufstellen: Diese Spezialbarrieren für die Beetumrandung haben meist einen rechtwinkelig nach außen gebogenen Rand am oberen Ende. Er ist für die Schnecken kaum überwindbar. Wichtig ist hier natürlich, dass nichts an den Zaun heranragt. Pflanzenteile könnten sonst etwa als Brücken für die Schnecken dienen.