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Eisheilige 2019 Die Eisheiligen 2019 – Was bedeutet die Bauernregel?

Von Konstantin Stumpe

Ein Fuchs lauert im Mai 2017 auf dem Brocken in Sachsen Anhalt. Die Eisheiligen sorgen mitunter für ein kurzes Gastspielim Mai. Foto: Matthias Bein/dpaEin Fuchs lauert im Mai 2017 auf dem Brocken in Sachsen Anhalt. Die Eisheiligen sorgen mitunter für ein kurzes Gastspielim Mai. Foto: Matthias Bein/dpa

Osnabrück. Die Eisheiligen kommen auch 2019 wieder im Frühling. Bevor Gartenfreunde empfindliche Pflanzen dauerhaft im Freien pflanzen, sollten sie die Eisheiligen 2019 abwarten. Was bedeutet die Bauernregel der Gestrengen Herren, auch Eismänner genannt?

Wer sind die Eisheiligen 2019? Als Eisheilige bezeichnet der Volksmund die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai 2019. Da sich in der ersten Maihälfte häufig kühle Polarluft in Deutschland ausbreitet, kann sich dann vor allem nachts noch Frost bemerkbar machen. Weil diese Wetterbeobachtung auf die Namenstage der kirchlichen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia fällt (11. bis 15. Mai), wird von den Eisheiligen gesprochen. Bekannt sind die Eisheiligen auch unter „Gestrenge Herren“ und „Eismänner“.

Was bedeutet die Bauernregel der Eisheiligen? Das Sprichwort der Eisheiligen 2019 lautet wie folgt: „Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ Diese  bekannte Bauernregel bezieht sich auf den Namenstag der Sophia am 15. Mai – die letzte „Eisheilige“ 2019.

Wichtig ist der Hinweis für Gärtner und Landwirte, weil der mögliche Frost empfindliche Pflanzen oder etwa die Obsternte schädigen kann.

So waren die vergangenen Eisheiligen: Wetteraufzeichnungen deuten an, dass die Kaltlufteinbrüche der zweiten Maidekade in den vergangenen 150 Jahren häufiger und intensiver eingetreten sind als in der Gegenwart. In den vergangenen Jahren haben sich die Eisheiligen eher rar gemacht. 

Eisheilige bringen heftige Unwetter mit

Im Jahr 2015 hatten die Fachleute vom Deutschen Wetterdienst mit frühsommerlichen Temperaturen – „Heißheiligen“ sozusagen gerechnet. Tatsächlich durften sich der Norden und Osten Deutschlands über Sonne freuen. Süddeutschland kämpfte derweil mit heftigen Unwettern mit zum Teil golfballgroßen Hagelkörnern. Ein Ausläufer des Tiefs „Benedikt“ trennte subtropische Luft über Süddeutschland von kühler, trockener Meeresluft über der nördlichen Landeshälfte.

(Mit dpa)


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