Karfreitag 2017 Ostern 2017: Welche Bedeutung hat der Karfreitag?

Von epd

Karfreitag 2017: Welche Bedeutung hat der Karfreitag? Symbolfoto: dpaKarfreitag 2017: Welche Bedeutung hat der Karfreitag? Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Ostern 2017: Was bedeutet der Karfreitag? Der Karfreitag ist der Todestag von Jesus Christus und daher einer der wichtigsten Tage im christlichen Glauben. An diesem Tag wird der Kreuzigung von Jesus gedacht. Der Karfreitag 2017 ist am 14. April.

Am Karfreitag erinnern Christen an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Nach christlichem Verständnis leidet Gott in Gestalt des unschuldig gekreuzigten Jesus gemeinsam mit seiner gequälten Schöpfung. Das Christentum wurde so zur Religion des Kreuzes und das Kreuz zum Symbol für die Erlösung vom Tod. (Weiterlesen: Die Bedeutung der Karwoche.)

Karfreitag: Kreuzigung als grausame Hinrichtungsart

Die Kreuzigung war die grausamste Hinrichtungsart der damaligen Zeit. Theologen warnen daher davor, die „harten Fakten“ von Kreuz und Auferstehung als Ursprung des christlichen Glaubens zu verharmlosen. (Weiterlesen: Was wird an Ostern eigentlich gefeiert?)

Die von Jesus von Nazareth ausgehende Bewegung konnte durch seinen gewaltsamen Tod nicht beendet werden. Nach der Kreuzigung und der von den Jüngern bezeugten Auferstehung Christi an Ostern nahm das Christentum erst seinen Anfang.

Karfreitag steht im Zeichen der Trauer

Der Karfreitag steht ganz im Zeichen der Trauer. Für Christen ist das Kreuz aber auch ein Zeichen des Heils. Jesus Christus habe mit seinem Sühneopfer „unsern Leib und unsere Seele von der ewigen Verdammnis“ erlöst, heißt es zum Beispiel im Heidelberger Katechismus von 1563. Theologen betonen, dass sich das Kreuz nur im Zusammenhang des Mysteriums von Leiden, Tod und der Auferstehung Jesu Christi von den Toten an Ostern verstehen lassen. (Weiterlesen: Geschenke-Tipps für Kinder zu Ostern.)

Alle christlichen Konfessionen sind sich heute einig: Im Leben und Sterben Jesu ist „Gott selbst zur Welt gekommen“. Das Kreuz symbolisiert damit auch die Zuwendung Gottes zu den Ärmsten und Schwächsten. Karfreitag leitet sich ab vom althochdeutschen „Kara“ für Klage und Trauer. In den meisten Gemeinden schweigen die Glocken zu den Gottesdiensten. Manchmal ist der Altar schwarz verhängt. Taufen oder Trauungen finden nicht statt. In vielen Kirchen werden am Karfreitag um 15 Uhr - zur Sterbestunde Jesu - Gottesdienste gefeiert. (Tanzverbot? Wieso fällt „Let‘s Dance 2017“ immer am Karfreitag aus?)