Die Pollen fliegen wieder Zehn Tipps gegen Heuschnupfen

Von Eva Voß

Heuschnupfen ist lästig. Wir haben Tipps für Betroffenen zusammengestellt. Foto: dpaHeuschnupfen ist lästig. Wir haben Tipps für Betroffenen zusammengestellt. Foto: dpa

Osnabrück. Allergiker merken es bereits seit ein paar Wochen: Die Pollenflugsaison hat begonnen. Wir haben zehn Tipps zusammengestellt, die die Beschwerden mildern.

Pollen der Erle und der Hasel sind bereits seit einigen Wochen unterwegs. Viele Allergiker leiden bereits unter tränenden Augen und einer juckenden Nase. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) seien die ersten Anfragen von Betroffenen bereits im Dezember eingegangen. (Weiterlesen: Das große Niesen beginnt: Hasel- und Erlenpollen unterwegs)

Im Frühjahr seien Allergiker von Baumpollen wie Hasel, Erle und Birke geplagt. Die Blühzeit für Gräserpollen liege zwischen Ende Mai und Mitte Juli, bis in den Spätherbst hinein seien mit Kräuterpollen wie Beifuß und Ambrosia zu rechnen. Wer auf alle allergisch reagiere, könne mitunter fast das ganze Jahr über an Symptomen leiden, hieß es.

Welche Pollen wann unterwegs sind, können Heuschnupfengeplagte unter www.pollentrend.de oder www.dwd.de/pollenflug nachschauen. Wer auch unterwegs immer auf dem Laufenden sein möchte, kann sich die kostenlose Pollen-App des Polleninformationsdienstes auf sein Smartphone laden.

Weiterlesen: Pollenflugkalender: Wann fliegen welche Pollen in Norddeutschland?

Ganz abstellen lassen sich die Beschwerden, die mit einer Pollenallergie einhergehen zwar meist nicht. Es gibt aber viele Möglichkeiten, sie ein wenig zu mildern. Hier sind zehn Tipps:

1. Antihistaminika beim ersten Pollenflug

Medikamente gegen Nasen- und Augenbeschwerden gibt es meist rezeptfrei in Tabletten-, Spray- oder Tropfenform. Allergiker sollten damit beginnen, wenn sich der erste Pollenflug abzeichnet. Manche schwören auf Hyposensibilisierung – einer Art „Allergie-Impfung“. Ob das beim einzelnen sinnvoll ist, muss allerdings mit einem Arzt abgeklärt werden.

2. Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen

An der Kleidung haftende Pollen könnten dadurch aufgewirbelt werden und zu nächtlichen Allergieschüben führen.

3. Vor dem Zubettgehen duschen

So werden zusätzlich Pollen aus den Haaren und vom Körper entfernt.

4. Pollenschutzgitter vor den Fenstern anbringen

Sie verhindern weitgehend, dass etwa beim Lüften Pollen von außen in die Wohnräume gelangen.

5. Regelmäßig die Wohnung saugen und wischen

Wer mehrmals wöchentlich die Wohnung saugt und wischt, verringert die Gefahr, dass Pollen und Staub aufgewirbelt werden.

6. Allergikerstaubsauger

Damit beim Staubsaugen nicht die Hälfte der Pollen, die vorne eingesaugt werden, hinten wieder herauskommen, gibt es spezielle Allergikerstaubsauger. Für herkömmliche Geräte gibt es spezielle Filter, die beim Saugen möglichst wenig Staub und Pollen aufwirbeln. Auch spezielle elektrostatische Tücher können Staub und Pollen anziehen und festhalten.

7. Pollenfilter für das Auto

Ein Niesanfall durch Pollen im Auto kann schnell gefährlich werden. Pollenfilter für das Auto bieten Schutz vor Pollenflug durch die Lüftung. Sie müssen aber regelmäßig ausgetauscht werden.

8. Wäsche bei Pollenflug nicht draußen trocknen

So können sich bereits in frischer Wäsche Pollen anhaften. Das kann besonders bei der Bettwäsche unangenehm werden und zu nächtlichen Allergieschüben führen.

9. Wohnräume nur zu bestimmten Zeiten lüften

Wer auf dem Land lebt, sollte besser abends lüften. Da sind weniger Pollen unterwegs. In der Stadt gilt der umgekehrte Fall.

10. Nicht rauchen und Zigarettenrauch meiden

Zigarettenqualm reizt die Atemwege zusätzlich.

(mit dpa)


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