Närrisches Karnevalswetter Schwerer Sturm an Weiberfastnacht, Schneeschauer am Freitag

Dick einmummeln sollte man sich wohl in diesem Jahr als Zuschauer bei den Karnevalsumzügen. Foto: imago /Stefan ZeitzDick einmummeln sollte man sich wohl in diesem Jahr als Zuschauer bei den Karnevalsumzügen. Foto: imago /Stefan Zeitz

Osnabrück. Das Wetter wird über die Karnevalstage reichlich ungemütlich. Nicht nur in den Faschingshochburgen, sondern auch im Emsland und Osnabrücker Land drohen schwere Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen, die die Jecken an Altweiberfastnacht durcheinanderwirbeln könnten.

Ob Karneval, Fastnacht oder Fasching – auch in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Bayern und in den Karnevalshochburgen am Rhein müssen sich die Karnevalisten auf sehr wechselhaftes Wetter einstellen. Die Meteorologen von MeteoGroup gehen davon aus, dass von Frühlingswetter über Orkan und Schnee alles dabei ist. Der Grund sind kräftige Tiefdruckgebiete, die vom Atlantik her feuchte Luftmassen nach Deutschland bringen. Die Temperaturen schaukeln hin und her und Auf und Ab. Im folgenden gibt Andreas Wagner, Meteorologe bei MeteoGroup, einen Überblick über das Wetter auch an den närrischen Tagen.

Zur Weiberfastnacht drohen Sturm- und Orkanböen, kräftige Regengüsse, Graupel und kurze Gewitter. Ein kleines Orkantief rauscht von Nordwesten heran und bringt neben ergiebigem Regen auch gefährliche Windböen. Schon am Morgen regnet es von Köln bis Dresden und der Wind wird immer stärker. Etwa um die Mittagszeit sind von Nordrhein-Westfalen bis nach Westniedersachsen schwere Sturmböen um 90 km/h und mehr möglich. Am Donnerstagnachmittag wird es dann gefährlich, dann sind vom Ruhrgebiet bis nach Niedersachsen orkanartige Böen, unter Umständen auch Orkanböen um 120 km/h denkbar. Dann legt auch im größten Teil Deutschlands der Wind immer mehr zu und es können fast überall Sturmböen auftreten. Bis zum Abend sind auch im Raum Mainz Sturmböen bis 90 km/h möglich und es setzt Regen ein. Wenigstens wird es mild bei verbreitet 10 bis 12 Grad entlang des Rheins. Auf den Bergen wird es besonders ungemütlich, denn hier drohen im Dauerregen Orkanböen über 120 km/h. Im Süden lacht dagegen die Sonne, so dass am Oberrhein sowie in Bayern sogar frühlingshafte 14 bis 17 Grad möglich werden. Sehr kühl und nass zeigt sich der Donnerstag auch im Norden und Osten Deutschlands bei 6 bis 9, in Sachsen bis 12 Grad.

Nacht zu Freitag: Nachtschwärmer aufgepasst! Nach dem Sturm ist es durchaus möglich, dass man nicht mehr uneingeschränkt von A nach B kommt. Es können Behinderungen im Zug- und Schienenverkehr und auch an so manchem Flughafen auftreten. Während der Sturm also im Westen abgezogen ist, erreicht er erst die östlichen Landesteile. Dem Süden Niedersachsens über Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg bis nach Sachsen steht eine unruhige Sturmnacht bevor! Schwere Sturmböen um 100 km/h, örtlich auch Orkanböen mit Tempo 120 sind durchaus drin. Dazu regnet es zeitweise heftig und es sind sogar kurze Gewitter mit Graupel möglich.

Am Freitag zieht das Sturmtief über die Ostsee ab und der Wind beruhigt sich deutlich. Bei Regen- Schneeregen und Graupelschauern sind Sonnenstrahlen Mangelware. Bei Höchstwerten von lediglich 4 bis 8 Grad, in dem Mittelgebirgen 0 Grad ist es nass-kalt. Kleine Bäche können nach der Regenphase Hochwasser führen.

Der Samstag zeigt sich gnädig und bietet zumindest gebietsweise mal trockene Phasen an, und hier und da könnte auch mal kurz die Sonne zu sehen sein. Bei Frost in den Mittelgebirgen 3 Grad im Nordosten und im Alpenvorland und knapp 10 Grad am Rhein kommen nicht wirklich Frühlingsgefühle auf.

Am Sonntag muss man am Rhein und der Elbe den Regenschirm oder die Regenjacke zur Hand haben, längere sonnige Ecken finden sich vermutlich nur im Nordwesten und in Süddeutschland. Die Luft wird wieder etwas milder und passable 10 bis 13 Grad erwarten wir im größten Teil Deutschlands. Ganz im Norden und im Süden wird die 10-Gradmarke wahrscheinlich nicht erreicht.

Erster Trend für Rosenmontag und Veilchendienstag: Zum Höhepunkt der närrischen Tage deutet sich verhältnismäßig ruhiges, aber wechselhaftes Wetter an. Weder Winterwetter noch Sturm stehen auf den Karte. Also erst mal relativ gute Aussichten für die großen Umzüge in Köln, Düsseldorf, Münster, Mainz und München.

Wettervorhersagen für die Karnevalshochburgen Mainz , Köln und Düsseldorf


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN