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Blick in den Himmel lohnt sich Bis Mitte Januar: Neu entdeckten Komet am Himmel verfolgen

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Kometen ( im Bild Lovejoy (C/2014 Q2) ziehen einen charakteristischen Schweif hinter sich her. Foto:Imago/AlimdiKometen ( im Bild Lovejoy (C/2014 Q2) ziehen einen charakteristischen Schweif hinter sich her. Foto:Imago/Alimdi

Osnabrück. In den nächsten Tagen passiert der jüngst neu entdeckte Komet C/2016 U1 Neowise die Erde. Bei klarer Sicht lässt sich der Komet mit einem guten Fernglas und bis Mitte Januar möglicherweise sogar mit bloßem Auge verfolgen, meinen Experten.

Denn bis zum 14.Januar könnte die Helligkeit von Komet C/2016 U1 auf eine Stärke von sechs mag (Magnitude) ansteigen. Dann findet die dichteste Annäherung des Kometen an unser Zentralgestirn statt. Danach entfernt Komet C/2016 U1 sich wieder. Genau vorhersagbar ist die Helligkeit des Kometen aber nicht. Auch sonst ist nur sehr wenig über C/2016 U1 bekannt.

In der nördlichen Hemisphäre wird der Komet am südöstlichen Nachthimmel kurz vor der Morgendämmerung zu sehen sein. Wer ihn nicht verpassen möchte, sollte bis Mitte Januar die Sternbilder Schlangenträger, Schlange und Schütze im Auge behalten.

Weiterlesen: Studie: Brachten Kometen Leben auf die junge Erde?

Schöne Aufnahmen

Andreas Hänel, Planetariumsleiter am Osnabrücker Museum am Schölerberg, ist allerdings skeptisch: Mit entsprechenden Fernrohren gebe es zwar inzwischen schon einige schöne Aufnahmen von dem Kometen, sagt er unserer Redaktion. „Doch wird er nur am hellen Morgendämmerungshimmel stehen und damit nicht mit bloßem Auge sichtbar sein.“ Auch wenn der Komet zwischenzeitlich mal heller als vorhergesagt gewesen sei, ließen die letzten Beobachtungen seiner Ansicht nach keinen hellen, mit bloßem Auge sichtbaren Kometen erwarten, betont der Experte.

Zu der charakteristischen Schweifbildung kommt es, wenn Kometen in die Nähe unserer Sonne geraten. Der Sonnenwind reibt dann flüchtige Teilchen vom Kometen ab, die der Komet dann als, leuchtenden Schweif hinter sich herzieht.

Das erste Mal?

Die Entdecker des Kometen von der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa halten es für möglich, dass der Komet überhaupt das erste Mal das innere Sonnensystem besucht. Nach ihren Berechnungen umläuft der Komet die Sonne in einem Orbit, der mehrere Millionen Jahre umfasst. Über die Sichtbarkeit des Kometen herrscht auch deshalb noch Unsicherheit, weil die Entwicklung des kosmischen Brockens aus Eis, Staub und Fels nur schwer vorhersagbar ist. So können Kometen zum Beispiel zerbrechen oder bei der Annäherung an die Sonne weniger stark schmelzen.


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