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Kürzester Tag des Jahres Wann ist Wintersonnenwende 2017?

Von Corinna Berghahn

Die Felsformation der Externsteine bei Detmold. Zur Winter- und Sonnenwende locken sie viele Besucher an. Foto: dpaDie Felsformation der Externsteine bei Detmold. Zur Winter- und Sonnenwende locken sie viele Besucher an. Foto: dpa

Osnabrück. Wintersonnenwende 2017: Nur 7.43 Stunden Tageslicht: Am 21. Dezember 2017 wird es sehr spät hell und sehr früh wieder dunkel. Es gibt aber auch einen Lichtblick.

Der kürzeste Tag des Jahres ist gleichzeitig der Winteranfang: Am 21. Dezember 2017 ist Wintersonnenwende und damit die längste Nacht des Jahres. Das bedeutet, dass an diesem Tag die Sonne erst um 8.13 Uhr aufgeht und schon um 15.56 Uhr wieder untergeht.

Der Grund dafür ist der tiefe Stand der Sonne. Während sie bei der Sommersonnenwende ihren höchsten Stand hat und daher am 21. oder 22. Juni jedes Jahres der längste Tag auf der Nordhalbkugel ist, ist es bei der Wintersonnenwende genau anders herum. Zum Vergleich: Über 17 Stunden Sonne bietet der längste Tag des Jahres in Norddeutschland. Im Winter sind es dann nicht einmal ganze acht Stunden.

Wintersonnenwende 2017: Ab jetzt wird es wieder hell

Trost für Tageslichtfreunde bietet jedoch, dass ab jetzt die Tage wieder länger werden, bis um den 21. März herum eine Tag-Nacht-Gleiche erreicht wird und im Juni dann der längste Tag des Jahres wartet. (Weiterlesen: Aberglaube und Grusel: Was sind die Rauhnächte?)

Winter- wie Sonnenwende werden schon seit Jahrtausenden gefeiert. Kultstätten wie Stonehage in Südengland oder die Externsteine bei Detmold werden an diesen Abenden von vielen besucht. Ein weiterer, christlich geprägter Name für die Wintersonnenwende ist übrigens Thomasnacht in Gedenken an den Apostel Thomas.

Gleich dreimal fängt der Winter an

Zeitgleich mit der Wintersonnenwende ist der astronomische Winteranfang. Für die Meteorologen hat der Winter jedoch schon längst mit dem 1. Dezember begonnen. Das hat vor allem statistische Gründe, wie der Deutsche Wetterdienst auf seiner Website erklärt: „Dies wird gemacht, da für die klimatologischen Auswertungen nur Daten über die einzelnen Monate vorliegen (zum Beispiel Monatsmittel, Monatssummen, Monatsabweichungen, Extremwerte)“.

Neben dem astronomischen und dem meteorologischen gibt es auch noch den phänologischen Winteranfang. Dieser hat jedoch kein festes Datum, da er sich nach periodisch wiederkehrenden Erscheinungen richtet. Der Winter ist hier die Zeit vom Ende der Feldarbeit bis zum Beginn der Schneeglöckchenblüte.