TÜV und Führerschein werden teurer Das ändert sich für Auto- und Radfahrer im kommenden Jahr

Wer einen Führerschein machen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Foto: dpaWer einen Führerschein machen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Foto: dpa

Osnabrück. Zum neuen Jahr treten einige Änderungen für die Verkehrsteilnehmer in Kraft. Unter anderem werden TÜV und Führerschein teurer. Ein Überblick über die Änderungen.

Zum Jahreswechsel gibt es einige rechtliche Änderungen für Verkehrsteilnehmer. Radfahrer müssen ab Januar die Ampeln für den Autoverkehr beachten, sollten keine speziellen Radfahrerampeln vorhanden sein. Bislang sollten sie sich an die Ampeln für die Fußgänger halten.

Seit Mittwoch sind bereits weitere Neuerungen für Radfahrer in Kraft getreten. Eltern können ihre Kinder unter acht Jahren beim Radfahren nun radelnd auf dem Gehweg begleiten. Bislang mussten die Eltern auf dem Radweg oder der Straße fahren. Kinder unter acht Jahren dürfen zudem auch auf Radwegen fahren, sofern diese baulich von der Fahrbahn getrennt sind.

Darüber hinaus wird die Errichtung von Tempo-30-Zonen auf Durchgangsstraßen vor Schulen, Kitas und Seniorenheimen vereinfacht. Die Behörden müssen künftig nicht mehr erst nachweisen, dass solche sensiblen Stellen Unfallschwerpunkte sind.

Seit Mittwoch dürfen Radfahrer mit bestimmten Elektrorädern auch Radwege nutzen – außerorts immer, innerorts, wenn dies durch ein Hinweisschild genehmigt wird.

Was ändert sich für die Autofahrer?

Auch Autofahrer haben sich auf einige Änderungen einzustellen. Seit Mittwoch ist geregelt, wo auf Autobahnen und großen Bundesstraßen eine Rettungsgasse für Polizei und Rettungskräfte gebildet werden muss. Schon bei stockendem Verkehr ist die Gasse bei mindestens zwei Streifen pro Richtung zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen freizuhalten – also auch bei mehr als drei Spuren zwischen der ganz linken und den beiden daneben, heißt es in einer Mitteilung des ADAC.

Höhere Geldstrafen

Wer in Italien oder den Niederlanden mit dem Auto oder Motorrad unterwegs ist, der sollte künftig genau aufpassen. Die beiden Länder erhöhen ab 1. Januar die Geldstrafen für Verstöße im Straßenverkehr an.

Teurer werden auch andere Angelegenheiten: Die Gebühren für den TÜV steigen ab Januar. Zwischen 35 und 55 Euro kostet die Hauptuntersuchung dann. Auch für den Führerschein muss man tiefer in die Tasche greifen. Für die theoretische Prüfung werden künftig 11,90 Euro. Hinzu kommen 10,60 Euro für die übliche Prüfung am Computer. Die praktische Prüfung kostet 91,50 Euro.

(mit dpa)


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