Tipps vom Experten So bleibt der Weihnachtsbaum lange frisch

Zum besseren Transport werden Tannenbäume eingenetzt. Der Baum kann auch während der Lagerung im Netz bleiben, sagt Landwirt Holger Strübbe. Foto: dpaZum besseren Transport werden Tannenbäume eingenetzt. Der Baum kann auch während der Lagerung im Netz bleiben, sagt Landwirt Holger Strübbe. Foto: dpa

Osnabrück. Weihnachten ohne Tannenbaum wäre kein richtiges Weihnachten. Doch wie bleibt der Baum so lange schön? Ein Experte gibt Tipps.

Holger Strübbe ist Landwirt und verkauft auf seinem Hof in Lotte auf 140 Hektar Weihnachtsbäume – an Privatleute, aber auch an Geschäfte in der Region, ganz Deutschland und im Ausland. Strübbe erklärt, worauf es beim Kauf, der Lagerung und dem Aufstellen ankommt.

 

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

„Am besten kauft man den Baum da, wo er wächst“, sagt Strübbe. Direkt beim Erzeuger also. Denn am frischesten ist der Tannenbaum, wenn er gerade erst geschlagen wurde. Beachten sollte man zudem, dass der Transportweg vom Verkäufer nach Hause kurz ist. Ganz gleich, wo die Tanne letztlich gekauft wurde: „Die Schnittstelle sollte frisch sein und die Nadeln frisch und grün aussehen.“

 

Was ist nach dem Kauf wichtig?

    • Lagerung: Wer den Baum frühzeitig kauft, sollte ihn richtig lagern – am besten sonnen- und windgeschützt im Freien. Auf keinen Fall die Tanne zum Trocknen in die Sonne oder den Heizungskeller stellen.
    • Gießen: Die Tanne braucht gerade in den ersten Tagen nach dem Schlagen viel Wasser. „Bis zu zwei Liter am Tag zieht sie sich dann. Deshalb sollte sie in einem Eimer Wasser stehen.“ Wer den Baum schon in einen Ständer stellen möchte, sollte darauf achten, dass dieser mit Wasser befüllt werden kann. 
    • Stellen oder legen?: Die Tanne sollte nicht liegend gelagert werden. Stattdessen kann sie etwa gegen eine Hecke gelehnt werden. Denn wenn es friert, könnte der Baum ansonsten am Boden festfrieren. 
    • Was mache ich mit dem Netz?

    Nach dem Kauf wird die Tanne zum besseren Transport meist eingenetzt. Während der Lagerung kann das Netz drum gelassen werden. So bekommt man den Baum später auch besser in das Zimmer, in dem er stehen soll. „Wird das Netz entfernt, immer von unten nach oben hochziehen. Denn wird das Netz gegen den Strich von der Tanne gezogen, können Zweige brechen.“ (Lesen Sie auch: Ganzer Baum gestohlen – Osnabrücker Händler verärgert)

     

    Worauf sollte ich beim Reinholen achten?

    Bevor der Baum von draußen nach drinnen gebracht wird, sollte man am unteren Ende des Stammes einen zwei bis drei Zentimeter breiten Ring absägen, empfiehlt Strübbe. Nur wenn die Schnittstelle frisch ist, kann die Tanne wieder Wasser ziehen.

     

    Was ist beim Aufstellen des Baumes zu beachten?

    Damit der Baum zur Bescherung schön aussieht, sollte er nicht erst Heilig Abend, sondern bereits ein, zwei Tage vorher in die Wohnung gestellt werden. „So kann er sich entfalten“, erklärt Strübbe. Doch nicht jeder Platz in den vier Wänden ist auch für die Tanne geeignet. Damit der Baum lange halten kann, sollte er nicht direkt neben einem Heizkörper oder dem Kamin stehen. Auch die Fußbodenheizung sollte nicht zu warm eingestellt sein. „Ansonsten leidet der Baum stark und bleibt nicht lange so schön.“ (Lesen Sie auch: Tipps zum Vermeiden von Bränden in der Weihnachtszeit)

     

    Wann sollte man den Baum kaufen?

    Wann man sich seinen Weihnachtsbaum kauft, ist jedem selbst überlassen. Doch wer erst kurz vor dem Fest los zieht, muss notfalls nehmen, was übrig bleibt. „Bei uns beginnt der Privatverkauf am 8. Dezember. Die meisten Tannenbäume werden zwischen dem dritten und vierten Advent gekauft“, sagt Strübbe. (Lesen Sie auch: Verband: Weihnachtsbäume werden dieses Jahr nicht teurer)

    In den vergangenen Jahren habe sich ein neuer Trend abgezeichnet: Immer mehr Menschen kauften schon früh eine Tanne, die sie während der Adventszeit aufstellen, häufig auch draußen. „Das kann dann auch zweite Wahl sein. Zum Fest wird dann ein zweiter, schöner gekauft.“ Eine Tanne für die Adventszeit sei auch eine Alternative für die Menschen, die an den Weihnachtstagen nicht zu Hause sind.


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