Kinderspiel Insektenhotel Sechsbeiner auf drei Etagen

Schöne Grafik, ordentliches Spiel: „Insektenhotel“ von Dennis Kirps und Christian Kruchten. Foto: Hauke PetersenSchöne Grafik, ordentliches Spiel: „Insektenhotel“ von Dennis Kirps und Christian Kruchten. Foto: Hauke Petersen

Osnabrück. Auf manche Studentenbutze trifft der Begriff zwar auch zu: Dennoch ist „Insektenhotel“ von Dennis Kirps und Christian Kruchten (Verlag: Logis) ein Spiel für Kinder.

So geht‘s: Sechs Zimmer auf drei Etagen sind zu Anfang frei in jedem Spielerhotel. Da Insekten anscheinend wählerischer sind als Menschen, darf auf jeder Etage nur die aufgedruckte Art untergebracht werden.

Die Touristen befinden sich anfangs noch im Nachziehstapel und werden vom aktiven Spieler aufgedeckt. Nur er kann nun ein passendes Insekt in sein Hotel lotsen. Passt es nicht, kommt es auf seinen persönlichen Ablagestapel und er darf weiter aufdecken, wenn er möchte.

Im Stapel befinden sich auch Honigkarten. Mit zwei Honigkarten darf man ein Insekt vom Ablagestapel eines Mitspielers anlocken. Dafür müssen sowohl Insekt als auch Mitspieler ausdrücklich benannt werden. Der „Beraubte“ erhält immerhin eine der beiden Honigkarten, die andere wird in der Mitte abgelegt. Liegt auf dessen Stapel nicht das genannte Insekt, geht man leer aus. Hier ist also Aufpassen und Merken gefordert.

Honig ist ein begehrter Stoff und lockt nicht nur erwünschte Sechsbeiner an. Wer die Kakerlake aufdeckt, verliert seinen gesamten Honigvorrat. Außerdem darf er keine weitere Karte aufdecken.

Auch die aufgedeckte Spinne sorgt nicht für Begeisterung. Sie vertreibt im Hotel des aktiven Spielers ein Insekt, das in einer Etage ohne Partner liegt.

Wer trotz dieser Widrigkeiten sein Hotel als erster voll bekommt, gewinnt.

Spielwert: Thema und grafische Umsetzung ( nominiert für den Spielgrafik-Preis Graf Ludo ) sind bei „Insektenhotel“ von Dennis Kirps und Christian Kruchten sehr schön. Die Regeln verlangen den Kindern allerdings schon ein gehöriges Maß an Auffassungsgabe ab. Wann darf ich nochmal, wann ist mein Zug beendet. Intuitiv macht man hier mehr falsch als richtig. Dabei unterstützt sie die eng bedruckte und teils recht komplizierte Anleitung nur ungenügend.

Das Spiel selbst funktioniert. Der Glücksanteil ist merkbar, aber nicht unanständig hoch. Der Can‘t-Stop-Mechanismus beim fortgesetzten Umdecken kann schon Emotionen wecken. Allerdings nur, wenn die Kinder nicht allzu hasenfüßig zu Werke gehen.

Würfelnote: 3 (ordentlich)

„Insektenhotel“ (Logis) von Dennis Kirps und Christian Kruchten ist für 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahren und kostet etwa 15 Euro.

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