Von Deventer bis Groningen Tipps für Trips: Weihnachtsmärkte in den Niederlanden

Von Waltraud Messmann


Osnabrück. Warum nicht in der Vorweihnachtszeit einen Abstecher in die Niederlande machen? In der niederländischen Grenzregion warten ganz außergewöhnliche Events auf die Besucher: Vom Weihnachtsmannlauf in Groningen, festlich beleuchteten Schiffen in den Grachten bis hin zu den Charles Dickens Tagen in den grenznahen Orten Beerta und Deventer. Die Grenzregion hat viel zu bieten.

Rennende Nikoläuse in Groningen

Am Samstag, den 17.Dezember, sieht man in Groningen rot: Das Stadtzentrum ist dann in den Händen von 2000 Weihnachtsmännern und –frauen. Sobald das Startsignal ertönt, laufen die kostümierten Teilnehmer durch die winkeligen Straßen. Der Kurs besteht aus zwei Runden von jeweils 2,5 km mit dem Start und Ziel auf dem Grote Markt. Unterwegs durchqueren die rennenden Nikoläuse weihnachtlich dekorierte Straßen zu den Rhythmen weihnachtlicher Musik. Wer nicht nur zuschauen sondern auch selbst mitlaufen möchte, kann sich einzeln oder auch mit Freunden als Gruppe anmelden. Bis zum 1. Dezember kostet das 15 Euro, danach 18 Euro. Die Startgebühr enthält neben einer Medaille, Dankesurkunde und Startnummer sogar ein Weihnachtskostüm bestehend aus Mütze, Mantel und Bart.

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Historisches Treiben auf Groningens Grachten

Am Wochenende vom 16. bis 18. Dezember legen in Groningens Grachten dutzende historische und weihnachtlich erleuchtete Schiffe an der Hoge en Lage der Aa und der Pottebakkersrijge zur WinterWelVaart an. Die beiden Grachten mit ihren jahrhundertealten Lagerhäusern und stattlichen Gebäuden gehören zu den schönsten Orten in der Groninger Innenstadt. Die Schiffe bilden die Kulisse für kleine Konzerte, Ausstellungen und Vorstellungen. Fotografen finden hier tolle Motive. An den Kais gibt es Verkostungen, einen Weihnachtsmarkt und Aktivitäten für Kinder. Abwechslung bietet auch eine Kunstroute, an der sich viele Galerien in der Nähe der Hoge en Lage der A beteiligen.

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Weihnachtsmarkt auf der Festung Bourtange

An den Wochenenden vom 3. und 4., 10. und 11. sowie 17. und 18. Dezember verwandelt sich der historische Kern der ehemaligen Festungsstadt Bourtange in einen großen Weihnachtsmarkt. Das Ereignis ist eines der meistbesuchten im Norden der Niederlande. Neben der Beleuchtung historische Gebäude und Live-Musik sorgt ein riesiger Weihnachtsbaum mit unzähligen Lichtern für gemütliches und festliches Ambiente. Zahlreiche Stände mit allerlei Weihnachtsartikeln säumen die Straßen und laden zum Stöbern ein.

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Charles Dickens in Deventer

In Deventer an der Strecke nach Enschede steht im Dezember wieder alles im Zeichen Charles Dickens‘: Im historischen Stadtkern erwachen am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Dezember, während des alljährlichen „Charles Dickens Festivals“ rund 950 Figuren aus den berühmten Büchern des britischen Schriftstellers Charles Dickens zum Leben. Zu bestaunen sind sie jeweils von 11 bis 17 Uhr. Das Fest wird jährlich von mehr als 150.000 Literaturfreunden besucht, weshalb am Eingang mit Wartezeiten zu rechnen ist. Der Eintritt ist frei. Zudem gibt es am 18. Dezember unter den Titel „Deventer Weihnachtsstadt“ frei zugängliche Konzerte in der Großen Kirche (Grote Kerkhof) und der Broederenkerk.

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Charles Dickens in Beerta

Auch das das Zentrum des Ortes Beerta wird für einen Tag zur magischen Welt von Charles Dickens. Termin ist der letzte Sonntag vor Weihnachten von 11 – 17 Uhr. Wer genau hinsieht, erkennt unter den verkleideten Dorfbewohnern dann Figuren aus den weltbekannten Romanen des Schriftstellers, wie z. B. den mürrischen Scrooge, Oliver Twist oder Fagin Racker. Mit rund 100 Ausstellern zählt dieses Ereignis zu einem der spektakulärsten Weihnachtsveranstaltungen in der Provinz.

Festliche Schlösser

In der niederländischen Provinz Gelderland bilden zwei Schlösser eine besonders romantische Kulisse für vorweihnachtliche Veranstaltungen. Das Wasserschloss Middachten in der Nähe von Arnheim zeigt sich vom 15. bis 20. Dezember von seiner prächtigsten Seite: das Gebäude selbst ist mit Weihnachtsdekorationen geschmückt. Der Chor der Englischen Kirche singt Christmas Carols, und auf einem Weihnachtsmarkt können Besucher handgemachte Geschenke erwerben.

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Einen Eindruck von den Weihnachtsfeiern der königlichen Familie in den vergangenen 300 Jahren erhalten Besucher vom 17. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 in der früheren königlichen Residenz Paleis Het Loo bei Apeldoorn. Die festlichen Tafeln sind mit feinstem Damast und funkelndem Kristall, hauchzartem Zuckerwerk und kandierten Früchten gedeckt. Die im gesamten Schloss aufgestellten Weihnachtsbäume sind in verschiedenen Stilen geschmückt – mit dem originalen Weihnachtsschmuck der verschiedenen Regenten und Regentinnen.

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Rodin - Genius at Work

Wer vom Weihnachtstrubel genug hat, kann sich im Groninger Museum die Rodin-Ausstellung „Genius at Work“ anschauen. Mit rund 120 Statuen und 20 Arbeiten auf Papier ist diese Rodin-Ausstellung die größte in den Niederlanden. Besucher können Gips- und Bronzestatuen, Marmorfiguren, Keramik und bisher unbekannte Fotos bewundern. Darunter befinden sich bekannte Werke wie „Der Denker“ und „Balzac“. Darüber hinaus macht die Ausstellung den außergewöhnlichen Entstehungsprozess hinter mehreren seiner bekanntesten Werke wie „Der Kuss sichtbar“. Die Ausstellung läuft bis zum 30. April 2017 und ist auch für das neue Frühjahr ein spannendes Ausflugserlebnis – für alle, die es vor Weihnachten nicht mehr schaffen.

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