Kombinationen, Mischverhältnis, Gläser Zehn Tipps für die Zubereitung von Gin-Tonic

Wer auf der Suche nach dem perfekten Gin-Tonic ist, muss Einiges beachten. Wichtig sind Mischverhältnis, Zubereitung und die Kombination von Gin und Tonic. Symbolfoto: Colourbox.deWer auf der Suche nach dem perfekten Gin-Tonic ist, muss Einiges beachten. Wichtig sind Mischverhältnis, Zubereitung und die Kombination von Gin und Tonic. Symbolfoto: Colourbox.de

Osnabrück. Wer auf der Suche nach einem gelungenen Gin-Tonic ist, der muss einige Dinge beachten. Wichtig sind Mischverhältnis, Zubereitung und die Kombination von Gin und Tonic. Diese zehn Tipps können bei der Zubereitung helfen.

1.) Welche Ginsorten gibt es und welcher Gin ist der richtige?

In dem Maße, wie die Begeisterung für Gin in den vergangenen Jahren zugenommen hat, ist auch die Anzahl der Gins gestiegen. Klassiker sind die Gins Gordons, Tanqueray, Beefeater und Bombay Saphire. In Deutschland sind mittlerweile aber auch viele junge Gins erschienen. Bei der Wahl des Gins steht die Frage im Vordergrund: Möchte ich einen klassischen wachholderlastigen Gingeschmack oder möchte ich weitere Aromen? Hier gilt: Den besten Gin gibt es nicht. Jeder muss seinen persönlichen Favoriten finden. Und da hilft nur Probieren.

2.) Die Auswahl des richtigen Tonics

So vielfältig die Gins sind, so vielfältig ist auch ihr Geschmack. Um den Genuss zu perfektionieren, ist es wichtig, ein Tonic zu verwenden, das zum Gin passt. Grundsätzlich lassen sich Gins mit intensiven Aroma gut mit leichten Tonics kombinieren. Umgekehrt kann ein Gin, dessen geschmacklicher Charakter weniger stark ausgebildet ist, gut mit einem kräftigen Tonic kombiniert werden. Neben dem klassischen „Indian Tonic Water“ gibt es weitere Geschmacksrichtungen: Einige sind trocken (also weniger süß), andere sind als „Mediterranean Tonic“ auf Gins ausgerichtet, die mit mediterranen Zutaten destilliert wurden. Wer bei der Suche nach der perfekten Kombination Unterstützung braucht, kann sich bei Gin-Blogs wie „ Ginspiration.de “ Anhaltspunkte holen.

3.) Tonic aus Glas- oder PET-Flaschen?

Tonics sind unter anderem in Ein-Liter-PET-Flaschen oder 0,2-Liter-Glasfläschchen erhältlich. Im Glasfläschen ist der Literpreis des Tonics zwar teuerer, das darin enthaltene Tonic hat aber einen entscheidenden Vorteil: Es wird bei jedem Drink frisch geöffnet und verfügt somit über ausreichend Kohlensäure. Diese ist für einen guten Gin-Tonic besonders wichtig.

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4.) Wie teuer sollten Gin und Tonic sein?

Die Qualität von Gin-Tonic steigt zusammen mit dem Preis. Natürlich kann sich nicht jeder überdurchschnittlich gute Gins oder Tonics leisten – manche Gins liegen bei 80 Euro pro Liter und mehr. Dennoch sollte man sich beim Kauf von Gin Gedanken darüber machen, was man sich in den Einkaufswagen legt. Aufwendig designte Flaschen, Etiketten und Logistik tragen einen großen Teil zu Kosten für den Produzenten bei. Rechnet man das alles mit ein, bleibt bei einem Zehn-Euro-Gin für die Herstellung des eigentlichen Produktes wenig Geld übrig. Und wer will schon einen Gin trinken, der in der Produktion nur Centbeträge kostet?

5.) Welches Mischverhältnis ist das richtige?

Ein allgemeingültiges Mischverhältnis gibt es für Gin-Tonic nicht. Verbreitet sind die Verhältnisse 1:3 (ein Teil Gin zu drei Teilen Tonic), 1:4 oder 1:5. Je höher der Tonic-Anteil ist, desto bitterer wird der Gin-Tonic und desto weniger ist vom Charakter des Gins zu schmecken. Tipp: Die beiden Bestandteile sollten am besten mithilfe eines Barmaßes abgemessen werden, damit das beabsichtige Mischverhältnis auch eingehalten wird.

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6.) Wofür sind Botanicals im Gin-Tonic gut?

Als Botanicals (zu deutsch: Pflanzen oder Pflanzenextrakte) bezeichnet man zum einen die Zutaten, mit denen ein Gin destilliert wird. Botanicals heißen aber auch die Zutaten, die dem Gin-Tonic bei der Zubereitung im Glas beigegeben werden. Klassisch sind Zitronen- oder Limettenscheiben. Einige Gins, wie der Hendricks Gin, werden auch gern mit einer Gurkenscheibe serviert. Gewürze wie Wacholderbeeren, Koriander, Kardamon oder Hibiskusblüten sind ebenfalls verbreitet. Das Ziel ist, die Aromen des Gins mit dazu passenden Kräutern zu unterstützen. Auch hier gilt: Erlaubt ist, was schmeckt.

7.) Welche Fehler kann man bei Botanicals machen?

Zurückhaltung ist beim Einsatz von Botanicals von Vorteil. Mit falsch eingesetzten Zugaben kann man sich den besten Gin-Tonic ruinieren. Wer zum Beispiel Hibiskusblüten hinzugibt, sollte sich darüber bewusst sein, dass sie nach und nach Farbe und Geschmack abgeben. Wer seinen Gin-Tonic dann über eine Stunde lang stehen lässt, muss damit rechnen, dass der Drink eher nach Tee als nach Gin mit Tonic schmeckt.

8.) Welches Glas eignet sich für Gin-Tonic?

Das Glas, in dem in vielen Bars Gin-Tonic gemixt wird, ist das klassische Longdrinkglas. Das Gefäß hat einen geringen Durchmesser und ist nach oben in die Länge gezogen. Gegen dieses Gefäß, dass auch als Highball-Glas bekannt ist, ist im Grunde nichts einzuwenden. Kommen allerdings weitere Garnituren wie Zitronenscheiben, Gurken oder Botanicals zum Gin-Tonic, kann es im Highball-Glas eng werden. Mehr Platz bietet das Copa-Glas. Das ballonartige Gefäß ähnelt in der Form einem Rotweinglas. Darin haben Gin-Tonic, Eis und Botanicals ausreichend Platz.

9.) In welcher Reihenfolge werden die Zutaten gemixt

Sinnvoll ist es, zunächst das Eis in das Glas zu geben. Im Anschluss werden Botanicals und Dekorationen wie Zitronen und Gewürze ins Glas auf das Eis gelegt. Der Grund ist einfach: Da die Flüssigkeit erst danach folgt, werden die Botanicals im Glas verteilt. Danach wird Gin in das Glas gegossen. Zuletzt folgt das Tonic.

10.) Eiswürfel oder Crushed Ice?

Hier gibt es ausnahmsweise einen ganz eindeutigen Hinweis: lieber Eiswürfel als Crushed Ice. Da das Crushed Ice mehr Oberfläche hat, schmilzt es im Glas schneller. Die Folge: der Gin-Tonic verwässert. Besser sind große Eiswürfel, am besten ohne Loch in der Mitte. Diese bleiben länger erhalten und kühlen das Getränk. Niemals sollte man allerdings ganz auf Eis im Gin-Tonic verzichten – der Mix muss stets gut gekühlt sein.


Gin-Tonic

Gin-Tonic kann ein wirklicher Genuss sein, wenn es in Maßen getrunken wird. Da der Drink aber zu erheblichen Teilen Alkohol enthält, sollte er nur bewusst getrunken werden. Alkohol führt schnell in die Abhängigkeit. Sollten Sie bei sich oder Bekannten erste Anzeichen für eine Alkoholabhängigkeit feststellen, sollte sie umgehend einen Arzt kontaktieren. Hilfe kann auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geben.

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