Welttag des Händewaschens am 15. Oktober Richtig Händewaschen: So geht es

Mindestens 20 bis 30 Sekunden sollten die Hände eingeseift werden, damit sie richtig sauber werden. Foto: dpaMindestens 20 bis 30 Sekunden sollten die Hände eingeseift werden, damit sie richtig sauber werden. Foto: dpa

Osnabrück. Am 15. Oktober ist der Welttag des Händewaschens. Wir erklären, warum das Händewaschen gerade in der kalten Jahreszeit besonders wichtig ist und worauf Sie achten sollten.

Wer hat‘s erfunden?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2008 den 15. Oktober eines jeden Jahres zum Welttag des Händewaschens oder zum Internationalen Hände-Waschtag erklärt. So sollen die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich vielen Krankheiten durch regelmäßiges Händewaschen vorbeugen lässt. Nicht zu verwechseln ist der Welttag des Händewaschens mit dem Welttag der Handhygiene. Er wurde ebenfalls von der WHO ausgerufen und ist in jedem Jahr am 5. Mai. Dass die WHO dem Thema Händewaschen gleich zwei Tage im Jahreskalender gewidmet hat, soll vermutlich zeigen, wie wichtig es ihnen damit ist.

Wer drückt sich häufiger vorm Händewaschen?

Eindeutig die Männer, wie eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ergab. Demnach gaben Frauen viel häufiger an, sich die Hände zu waschen. Unterstützt wird dieses Ergebnis laut BZgA durch Beobachtungsstudien der London School of Hygiene & Tropical Medicine. Demnach hat von 250000 Raststättenbesuchern nicht einmal jeder dritte Mann die Hände mit Wasser und Seife gewaschen. Bei den Frauen waren es 64 Prozent, die sich die Hände wuschen.

Wann sollten die Hände gewaschen werden?

Es kommt beim Händewaschen nicht so sehr auf die Häufigkeit, dafür aber auf den Anlass an. Die Hände sollten auf jeden Fall nach dem Toilettengang, nach Kontakt mit Tieren sowie vor und nach dem Essen gewaschen werden. Außerdem sollte man auf saubere Hände vor und nach der Zubereitung von Essen sowie nach dem Niesen oder Naseputzen achten.

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Welche Krankheiten werden über die Hände übertragen?

Bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten werden über die Hände übertragen. Das sind zum Beispiel Magen-Darm-Infekte, grippale Infekte oder auch die echte Grippe. Das liegt auch daran, dass wir uns Untersuchungen zufolge etwa alle vier Minuten mit den Händen ins Gesicht fassen. So gelangen die Keime von den Händen schnell in unsere Schleimhäute. Wer sich gründlich die Hände wäscht, verringert das Infektionsrisiko.

Worauf sollte man beim Händewaschen achten?

Jeder denkt wahrscheinlich, dass er genau weiß, wie man sich die Hände richtig wäscht. Eine Umfrage der BZgA hat jedoch gezeigt, dass nur etwa 87 Prozent der Befragten ihre Hände immer mit Seife waschen. Die empfohlene Dauer von mindestens 20 Sekunden für das Einseifen der Hände berücksichtigen nur 38 Prozent der Befragten.

Wo lauern die meisten Keime?

Die meisten denken wahrscheinlich, dass in und um die Toilette herum die meisten Keime befinden, doch in viel mehr Keime als im Bad lassen sich in der Küche finden. Deshalb ist es besonders wichtig, hier auf entsprechende Hygiene zu achten .

Warmes oder kaltes Wasser zum Händewaschen?

Ob warm oder kalt - beim Händewaschen ist die Wassertemperatur nicht so wichtig. Zwar löst sich Fett und Schmutz mit warmem Wasser meist besser, doch wer die Hände ausreichend lange wäscht, bekommt sie auch mit kaltem Wasser sauber.

Sind Desinfektionsmittel nötig?

Für den normalen privaten Gebrauch nicht. Wasser und Seife ist hier völlig ausreichend. Anders ist es in Arztpraxen oder Krankenhäusern, hier gehören Desinfektionsmittel zur Händehygiene unbedingt dazu.

Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Robert-Koch-Institut, dpa


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